Fünf-Gegentore-Dämpfer: Aufstieg wird immer schwieriger

18.04.2022 Die nächste Niederlage in einem Topspiel: Für Darmstadt 98 wird es im Rennen um die Bundesliga-Rückkehr immer komplizierter. Einen weiteren Fehltritt am kommenden Samstag sollten die Hessen vermeiden.

Darmstadts Trainer Torsten Lieberknecht reagiert. © Thomas Frey/dpa

Für die großen Zweitliga-Spitzenspiele scheint der SV Darmstadt 98 in dieser Saison einfach nicht gemacht zu sein. Beim 2:5 gegen Tabellenführer FC Schalke 04 bekamen die Lilien in einem wilden Spiel die Grenzen aufgezeigt und mussten im Kampf um eine Bundesliga-Rückkehr einen bitteren Rückschlag hinnehmen. «Insgesamt war es ein unglücklicher Spielverlauf, hinzu kamen effiziente Schalker. Wir haben versucht, uns mit viel Herz und Engagement gegen die Niederlage zu stemmen. Unser Blick bleibt trotz des 2:5 nach vorne gerichtet», sagte Trainer Torsten Lieberknecht.

Im Aufstiegskampf spitzt sich die Lage vier Spieltage vor dem Ende zu. Schalke (56 Punkte) und Werder Bremen (54) sehen derzeit aus wie die natürlichen Aufsteiger, dahinter lauern der FC St. Pauli (53), die zuletzt schwächelnden Hessen (51) und der immer stärkere 1. FC Nürnberg mit 50 Punkten. Hauptmanko der Lilien ist, dass es in den direkten Duellen nur Niederlagen setzte. Vor dem Fünferpack der Schalker unterlag man auch in Bremen (0:1) und in Nürnberg (1:3).

«Wir werden uns schütteln und dann weiter stabil bleiben», kündigte Lieberknecht an. Vor 14.500 Zuschauern im ausverkauften Stadion am Böllenfalltor hatte Marius Bülter am Ostersonntag mit einem Dreierpack in der 43., 48. und 62. Minute geglänzt. Doppelt traf Terrode (14. und 29.). Der 34-Jährige baute damit seine Führung in der Torjägerliste aus, er hat bereits 24 Saisontreffer erzielt. Schalkes Interimscoach Mike Büskens feierte als Nachfolger von Dimitrios Grammozis den fünften Sieg im fünften Spiel.

Im 850. Zweitliga-Spiel ihrer Vereinshistorie starteten die Lilien zwar stark mit einem Treffer von Phillip Tietz (11.) und glichen auch zwischenzeitlich durch den Stürmer (34.) aus. Bei Morten Behrens im Tor, der den verletzten Stammkeeper Marcel Schuhen vertrat, schlug es in dem hektischen und abwechslungsreichen Spiel mit vielen Unterbrechungen dann aber immer wieder ein. Schalke gelang damit auch die Revanche für die 2:4-Niederlage im Hinspiel.

Dennoch lobte Lieberknecht sein leidenschaftlich auftretendes Team: «Wir haben dem Gegner Respekt gezollt, indem wir eine unglaubliche Leistung gezeigt haben. Man hat gemerkt, dass die Leute es honoriert haben, dass wir einen unglücklichen Spielverlauf hinter uns hatten.»

Auch die Spieler haben die Zuversicht noch nicht verloren. «Wir sind mental stark genug und können mit Rückschlägen umgehen. Und nächsten Samstag haben wir wieder ein super Spiel vor der Brust», sagte Fabian Holland. Am Samstagabend (20.30 Uhr/Sky und Sport1) steht mit dem Gastspiel beim FC St. Pauli der nächste Kracher auf dem Programm. Unterliegen die Hessen dann wieder, droht ihnen der mögliche Aufstieg schon vor dem Saisonfinale im Mai endgültig zu entgleiten.

© dpa

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