Ronstadt hält Darmstadts Serie aufrecht

Spitzenreiter Darmstadt 98 sehnt die lange Winterpause herbei. Trotz der vielen Verletzten erkämpft das Team um Kapitän Holland ein Remis vor fast 30.000 am ausverkauften Millerntor beim FC St. Pauli.
Darmstadts Yassin Ben Balla versucht sich gegen St. Paulis Johannes Eggestein durchzusetzen. © Gregor Fischer/dpa

Für Torsten Lieberknecht spielt «die Tabellensituation keine Rolle», aber alleine die Serie des SV Darmstadt 98 spricht eben für sich. Die Lilien präsentieren sich weiter als ganz heißer Aufstiegskandidat - das 1:1 (0:0) am Samstagabend beim FC St. Pauli war bereits das 13. ungeschlagene Spiel in Serie in der 2. Fußball-Bundesliga. Und nach der 2:3-Niederlage von Verfolger SC Paderborn am Sonntag gegen den Hamburger SV bleibt das Team von Trainer Lieberknecht auch Spitzenreiter.

Frank Ronstadt (60. Minute) brachte die Darmstädter in Führung. Neun Minuten später glich Lukas Daschner aus. «Ich bekomme auf Linksaußen den Ball, gehe ins eins gegen eins, ziehe nach innen und suche den Abschluss», beschrieb der 25 Jahre alte frühere HSV-Spieler im Sport1-Interview die Szene bei seinem sehenswerten Treffer zum 1:0. «Ich bin überglücklich, dass er drin war. Das war auf jeden Fall eines meiner schönsten Tore.»

Mit Blick auf die Lage nach dem 14. Spieltag war Ronstadt dann schnell bei den üblichen Aussagen der Darmstädter: «Wir schauen nicht auf die Tabelle, sondern von Spiel zu Spiel. Wir nehmen jeden Punkt mit, den wir bekommen und richten den Blick dann wieder auf das nächste Spiel.»

Auch der Sportliche Leiter Carsten Wehlmann wollte zum jetzigen Zeitpunkt «nicht über die Zukunft reden». Auf die Frage, wann Darmstadt den Aufstieg als Ziel ausgebe, sagte er: «Wir können diesen Anspruch nicht von Haus aus formulieren. Die Platzierungen in den letzten Jahren waren gut, aber da waren auch schwierige Situationen dabei. Mit den Möglichkeiten, die wir haben, versuchen wir das Beste rauszuholen.»

Die letzte Niederlage der Lilien war am ersten Spieltag beim 0:2 in Regensburg. Auch unbeirrt von personellen Problemen bleibt der frühere Erstligist stabil. In Hamburg blieb sogar ein Platz auf dem Spielberichtsbogen frei und in Alexander Brunst und Steve Kroll saßen gleich zwei Torhüter auf der Bank. Neuzugang Keanan Bennetts fehlte wegen einer Entzündung am Fuß.

Vor 29.562 Zuschauern im ausverkauften Millerntor-Stadion überraschte Lieberknecht damit, dass er Innenverteidiger Patric Pfeiffer in den ersten Minuten in den Angriff schickte. Später war Pfeiffer gegen die immer gefährlicheren Hanseaten wieder in seiner Rolle als Innenverteidiger gefordert. «Wir haben bei St. Paulis letzten Spielen gesehen, dass wir Patric vorne gebrauchen können. Es ist uns aber nicht gelungen, ihn vorne in Szene zu setzen», erklärte der Chefcoach. «Wichtig ist, dass wir eine neue Komponente in unserem Team haben, wenn so viele Spieler fehlen.»

Am Ende freute sich der 49-Jährige über die Vorstellung beider Teams: «Ich glaube, alle, die hier und an den Fernsehgeräten das Spiel verfolgt haben, haben einen tollen Fußballabend gesehen.» Für die Lilien geht es bereits am Freitag (18.30 Uhr/Sky) gegen Hannover 96 weiter. Aber erstmal heißt es für die Mannschaft um Kapitän Fabian Holland, sich zu regenerieren. «Die Jungs verausgaben sich komplett und wissen, dass die Spiele die Highlights sind. Die Trainingswoche ist nur noch zur Therapie da», sagte Lieberknecht.

© dpa
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