Darmstadt 98 hadert mit Saison-Fehlstart in Regensburg

Den Saisonstart in der 2. Liga hatte sich Darmstadt 98 ganz anders vorgestellt. In Regensburg setzt es in Unterzahl eine Niederlage. Der Trainer ist mit dem Auftritt dennoch nicht unzufrieden.
Klaus Gjasula (l) und André Leipold von Darmstadt gehen nach dem mit 2:0 verlorenen Spiel gegen Regensburg enttäuscht auf dem Rasen. © Armin Weigel/dpa

Trainer Torsten Lieberknecht fand trotz der 0:2-Auftaktpleite des SV Darmstadt 98 bei Jahn Regensburg lobende Worte. «Es gewinnt nicht immer die bessere Mannschaft, heute war es die glücklichere. Wir hätten es mit Sicherheit nicht verdient gehabt, den Platz als Verlierer zu verlassen. Ich habe großen Respekt vor der Mannschaft, denn sie hat versucht, sich mit allem gegen die Niederlage zu stemmen», sagte Lieberknecht nach dem verpatzten Saisonstart der Hessen in der 2. Fußball-Bundesliga. «Das Ergebnis ist ärgerlich, aber nicht das Auftreten der Mannschaft.»

Vor 8509 Zuschauern gerieten die Lilien am Samstag bereits nach 17 Sekunden durch Joshua Mees in Rückstand und mussten nach einer Gelb-Roten Karte für Abwehrspieler Patric Pfeiffer fast eine Stunde lang in Unterzahl spielen. «Ich glaube, schlechter kann man nicht in ein Spiel starten, so hat man sich das natürlich nicht vorgestellt. Aber trotzdem haben wir mit einem Mann weniger dagegen gehalten und über 90 Minuten gezeigt, dass wir wollen und alles rein werfen», befand Kapitän Fabian Holland.

Ähnlich fiel die Analyse des Trainers aus. «Es war ein unglücklicher Beginn und trotzdem hatten wir ab der 20. Minute die Spielkontrolle, hatten gute Abschlüsse, auch wenn am Ende die letzte Präzision gefehlt hat. Nach der Gelb-Roten-Karte hat die Mannschaft eindrucksvoll gezeigt, dass wir die Situation annehmen», sagte Lieberknecht.

Trotz einiger guter Gelegenheiten wollte der Ball aber einfach nichts ins gegnerische Tor. Die Hausherren waren effektiver und verbuchten nach dem zweiten Treffer durch Andreas Albers (67.) drei Punkte. «Wie das Ergebnis heute zustande gekommen ist, ist einfach Wahnsinn», haderte Holland. Und Torwart Marcel Schuhen forderte: «Im Fußball geht es immer darum, Dinge zu lernen und clever zu sein. Das müssen wir in Zukunft besser machen.»

© dpa
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