Elbkinder-Kitas rechnen mit Mehrausgaben in Millionenhöhe

22.05.2022 Gewerkschaften und kommunale Arbeitgeber sprechen von einem «gelungenen Kompromiss». Für Hamburgs größten Kita-Träger - die Elbkinder - würden die Zuschläge für Beschäftigte in sozialen Berufen Mehrausgaben in Höhe von jährlich neun Millionen Euro bedeuten.

Erzieherinnen und Erzieher demonstrieren für bessere Arbeitsbedingungen und finanzielle Anerkennung. © Marcus Brandt/dpa/Archivbild

Hamburgs größter Kita-Träger - die Elbkinder, Vereinigung Hamburger Kindertagesstätten - sieht nach dem jüngsten Kompromiss bei der Bezahlung von Kita-Beschäftigten Mehrkosten in Millionenhöhe auf sich zukommen. «Würde der Tarifabschluss übernommen, müssten die Elbkinder mit jährlichen Mehrpersonalkosten von rund neun Millionen Euro rechnen», sagte die kaufmännische Geschäftsführerin Katja Nienaber der Deutschen Presse-Agentur. Eine Summe, die bislang nicht zur Refinanzierung hinterlegt sei. Die Zulage entspreche bei einer Erzieherin und einem Erzieher einer Lohnsteigerung in Höhe von durchschnittlich 3,6 Prozent.

Die Gewerkschaft Verdi, der Beamtenbund dbb und die kommunalen Arbeitgeber hatten sich nach etlichen Warnstreiks empörter Beschäftigter und zähen Verhandlungen am vergangenen Mittwoch auf zwei zusätzliche Erholungstage und monatliche Zulagen für die rund 330 000 Beschäftigten im kommunalen öffentlichen Sozial- und Erziehungsdienst geeinigt. Die Zulagen sollen für Erzieherinnen und Erzieher im kommunalen öffentlichen Dienst ab Juli monatlich 130 Euro und für Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter 180 Euro betragen.

Darüber hinaus sollen die Zulagen in bis zu zwei weitere freie Tage umgewandelt werden können, was Nienaber jedoch skeptisch sieht: «Diese Regelung würde einen erheblichen zusätzlichen Verwaltungs- und Steuerungsaufwand nach sich ziehen.» Wie der Abschluss auf Bundesebene im Hamburger Tarifvertrag für den Sozial- und Erziehungsdienst abgebildet werden kann, müsse nun verhandelt werden. «Wir gehen davon aus, dass die Verhandlungen zügig aufgenommen werden», sagte Nienaber.

Die Elbkinder, ein öffentliches Unternehmen in privater Rechtsform, betreut nach eigenen Angaben mit rund 7300 Beschäftigten rund 32.000 Kinder in 184 Einrichtungen. In ganz Hamburg waren nach Angaben des Statistikamts Nord im März vergangenen Jahres 18 572 Personen in den Kitas als pädagogisches, Leitungs- oder Verwaltungspersonal beschäftigt.

© dpa

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