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Zahl der Baugenehmigungen für Wohnungen eingebrochen

Die Zahl der Baugenehmigungen für Wohnungen in Hamburg ist in diesem Jahr deutlich zurückgegangen. In den ersten neun Monaten dieses Jahres habe sie sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum halbiert, bestätigte die Stadtentwicklungsbehörde am Mittwoch. Zuvor hatte NDR 90,3 berichtet.
Wohnungen
Blick auf die Fassaden von Wohnhäusern. © Nicolas Armer/dpa/Symbolbild

Demnach wurde in den Hamburger Bezirken bis einschließlich September der Bau von rund 3700 Wohnungen genehmigt, während es im Vorjahreszeitraum rund 7300 waren. Ziel des Senats ist, dass jedes Jahr Baugenehmigungen für mindestens 10.000 Wohnungen erteilt werden.

Stadtentwicklungssenatorin Karen Pein äußerte sich am Mittwoch auf Anfrage nicht, ob sie das Erreichen dieses Ziels auch in diesem Jahr noch für realistisch hält. Die SPD-Politikerin verwies darauf, dass sich die Lage auf dem Immobilienmarkt gedreht habe und Hamburg «den marktbedingten Hemmnissen mit gezielten Maßnahmen» begegne.

Als Beispiele nannte sie unter anderem «eine massive Anhebung der Wohnungsbauförderung und die Einführung einer Eigenheimförderung» sowie «die Vereinfachung und Beschleunigung der Genehmigungsprozesse bei gleichzeitiger Beibehaltung der Genehmigungskapazitäten in der Verwaltung». Laut Pein bieten sich der Bau- und Immobilienbranche wieder zunehmend Möglichkeiten, neben dem geförderten Wohnungsbau auch frei finanzierte Projekte zu realisieren.

Kritik an sinkenden Baugenehmigungen kam von der Hamburger FDP: «Der Wohnungsbau in Hamburg bricht dramatisch ein, und das Ziel von 10.000 neuen Wohnungen pro Jahr ist nur noch Utopie», sagte die stellvertretende Landesvorsitzende der Partei, Katarina Blume. Es reiche nicht aus, auf Maßnahmen vom Bund zu hoffen. «Hamburg muss selbst aktiv werden, überflüssige Bauvorschriften entrümpeln, weltfremde Standards für das ökologische Bauen anpassen und das Baurecht gemeinsam mit den Nachbarbundesländern harmonisieren.»

Andreas Breitner, Direktor des Verbands norddeutscher Wohnungsunternehmen, äußerte angesichts der Zahlen die Sorge, dass Hamburg in eine große Wohnungsnot hineinsteuere. «Der Mangel an bezahlbarem Wohnraum wird sich in den kommenden Jahren zuspitzen und die Mietpreise - zumindest, wo sie nicht gedeckelt sind - weiter befeuern.» Breitner forderte vor diesem Hintergrund unter anderem einen 50-Milliarden-Euro-Fonds für den Bau bezahlbarer Wohnungen seitens des Bundes sowie einen Rückgang bei Anforderungen und Auflagen für den Wohnungsbau.

© dpa
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