Nächtliche Arbeiten am E-Highway im Norden: Für Forschung

Links rollen die Autos und rechts werden die neue technischen Systeme für den E-Highway Schleswig-Holstein installiert. In der Nacht zum Donnerstag haben wie geplant die Arbeiten begonnen. Sie dienen einem besonderen wissenschaftlichen Zweck.
Zwei Arbeiter in einem Hubsteigerkorb installieren ein Messgerät an einer Schilderbrücke über den Stromleitungen. © Jonas Walzberg/dpa

Am E-Highway Schleswig-Holstein auf der A1 sind in der Nacht zum Donnerstag wie geplant technische Geräte für die intensivere wissenschaftliche Auswertung installiert worden. Dafür waren auf der Strecke zwischen der Anschlussstelle Reinfeld und dem Autobahnkreuz Lübeck für mehrere Stunden zwei Fahrspuren gesperrt und der Verkehr wurde mit langsamerer Geschwindigkeit an der Baustelle vorbeigeführt.

Die Arbeiten waren am Mittwochabend gestartet und dauerten bis in die Morgenstunden an. «Wir versuchen die Beeinträchtigung für die Verkehrsteilnehmer so gering wie möglich zu halten. Deshalb werden solche Maßnahmen gern in die Nachtstunden geschoben», sage eine Sprecherin der Autobahn GmbH des Bundes dazu.

Die Arbeiten sind nötig, um weitere Forschungsergebnisse an der Feldversuchsstrecke zu bekommen. So habe sich in der Vergangenheit herausgestellt, dass der Verschleiß an den Stromabnehmern für die Lastwagen ein wichtiges Thema sei, das weiter untersucht werden sollte, sagte Markus Werner von der Technischen Universität Dresden der Deutschen Presse-Agentur. Dafür war in der Nacht ein Messsystem installiert worden, das in den kommenden zwei Jahren den Verschleiß aufzeichnet. Der Verschleiß werde über Scanner gemessen.

Weitere Installationsarbeiten im Rahmen des Forschungsprogramms wird es am 5., 6. und 7. Dezember geben. Dann wird die Strecke Richtung Hamburg nur eingeschränkt befahrbar sein. Auch diese Arbeiten finden der Autobahn GmbH zufolge wieder jeweils in den Nachtstunden zwischen 20.00 Uhr und 6.00 Uhr statt.

Auf der Feldversuchsstrecke wird die E-Highway-Technik unter Realbedingungen erprobt. Seit Ende 2019 läuft der Testbetrieb. Vier mit Stromabnehmern ausgerüstete Lastwagen einer Reinfelder Spedition pendeln mittlerweile auf der fünf Kilometer langen Teststrecke.

Der Abschnitt in Schleswig-Holstein ist eine von bundesweit drei Teststrecken, mit denen die Eignung eines Oberleitungssystems zur Elektrifizierung schwerer Nutzfahrzeuge im realen Verkehr untersucht werden soll. Die anderen Teststrecken liegen in Hessen und Baden-Württemberg. Die Kosten von 19 Millionen Euro trägt das Bundesumweltministerium.

© dpa
Das könnte Dich auch interessieren
Empfehlungen der Redaktion
Musik news
US-Sängerin: Beyoncé ist erfolgreichster Grammy-Star aller Zeiten
Musik news
Auszeichnungen: Kim Petras gewinnt mit Sam Smith Grammy für «Unholy»
People news
Auszeichnungen: US-Schauspielerin Viola Davis erreicht «EGOT»-Status
Fußball news
Bundesliga: Medien: Hoffenheim trennt sich von Trainer Breitenreiter
Handy ratgeber & tests
Featured: Google Pixel 8: Welche Upgrades spendiert Google seinem Top-Smartphone?
Testberichte
Kurztest: Suzuki Vitara Dualjet 1.5 Hybrid: Besser spät als nie
Das beste netz deutschlands
Featured: MacBook Pro 2024: Das ist zum neuen Modell bekannt
Handy ratgeber & tests
Featured: Galaxy S23 vs. iPhone 14: Die Top-Handys 2023 im Vergleich