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Windhorst: Weiter in Werften FSG und Nobiskrug investieren

Eine nachhaltige Perspektive sieht Finanzinvestor Lars Windhorst für seine Werften FSG und Nobiskrug. Er setzt auf Landes- und Bundesbürgschaften. Das nächste Gehalt soll pünktlich fließen. Chancen bietet wohl ein Bereich.
Lars Windhorst
Unternehmer Lars Windhorst schaut in die Runde. © Soeren Stache/dpa

Der Finanzinvestor Lars Windhorst will weiter in die Werften FSG in Flensburg und Nobiskrug in Rendsburg investieren. Nach einem dreistündigen Treffen mit Vertretern von Land, Bund und Gewerkschaft in Kiel sprach Windhorst am Montag von «klaren und konkreten Perspektiven» seitens des Bundes und des Landes. Sein Unternehmen wolle beide Standorte weiterentwickeln, «mit in Zukunft hoffentlich nicht nur mehr Investitionen, sondern auch mehr Mitarbeitern».

Für das Werftengeschäft seien neben Kapital und Aufträgen oft auch Bürgschaften notwendig, sagte Windhorst. Investoren und Banken wollten wissen: «Gibt es nachhaltig für die Zukunft die Möglichkeit, dass hier an den beiden Standorten profitable Aufträge erteilt werden können?» Die Frage von Aufträgen und Bürgschaften könne nach dem Treffen positiv bewertet werden. Damit könne den Werften weiteres Geld bereitgestellt werden.

Über die konkreten Inhalte der Gespräche wurde Schweigen vereinbart. Der Runde Tisch war auf Initiative der Gewerkschaft zustande gekommen. Der Erste Bevollmächtigte der IG Metall Flensburg, Michael Schmidt, sieht eine positive Perspektive - «weil Herr Windhorst dargestellt hat, was er jetzt konkret kurzfristig mit den beiden Standorten vorhat.»

An dem Gespräch im schleswig-holsteinischen Wirtschaftsministerium nahmen neben Ressortchef Claus Ruhe Madsen (CDU) auch der Koordinator der Bundesregierung für maritime Wirtschaft und Tourismus, Dieter Janecek, und der maritime Koordinator des Landes, Andreas Burmester, teil.

Janecek verwies auf einen großen Markt für den Bau von Offshore-Konverter-Plattformen im Zusammenhang mit Windparks auf See. Der Bund spreche mit verschiedenen Werft-Standorten, darunter Kiel und Flensburg. «Wir stellen 300 Gigawatt Windkraft ins Meer als Europäer in den nächsten 20 Jahren und brauchen um die 130 Plattformen mit Volumina im dreistelligen Milliardenbereich. Also hier ist viel Geschäft für alle da.» Ziel sei es, Aufträge auch in den Norden zu vergeben.

Madsen betonte mit Blick auf das Engagement von Windhorst: «Die Werften wären heute schon gar nicht mehr da, wenn es nicht dieses Engagement gegeben hätte.» Nun gehe es um eine echte Zukunftsperspektive. Die Werften könnten von Offshore-Aufträgen profitieren. «Es gibt sowohl Bundes-als Landesbürgschaften.»

Pläne für einen Gehaltsverzicht der rund 600 Beschäftigten gibt es nach Angaben von Windhorst nicht: «Es ist nicht geplant, dass zulasten der Mitarbeiter die zukünftige Überlebensfähigkeit der Werft gesichert werden soll», sagte Windhorst. Er wolle wieder mehr Vertrauen bei Mitarbeitenden und Marktteilnehmern aufbauen, unter anderem durch eine pünktliche Zahlung des kommenden Gehalts.

«Wir haben immer geliefert, teilweise zu spät», sagte Windhorst. Teilweise habe das Unternehmen weit über die Maßen des eigentlich wirtschaftlich Vertretbaren agiert, um Arbeitsplätze zu erhalten. «Der Unterschied jetzt ist, dass wir anders als noch vor vier oder acht Wochen eine nachhaltige Perspektive haben.» Er habe keine Gelddruckmaschine im Keller. In die Werften seien fast 300 Millionen investiert worden - «ohne jeglichen Rückfluss an uns, sondern es ist reines Risikokapital gewesen».

Zuletzt hatten die Werften negative Schlagzeilen etwa wegen zu spät gezahlter Gehälter gemacht. Auch Windhorst persönlich wurde für sein Verhalten und mangelnde Kommunikation kritisiert. Bemängelt wurde auch, dass am Ort kein Geschäftsführer mehr sei.

Redaktionshinweis: In einer früheren Version hießs es «Andreas Burmeister». Der Name lautet richtig «Andreas Burmester». (13.11.2023 17.05 Uhr)

© dpa
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