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Weniger psychische Erkrankungen von Jugendlichen behandelt

Im nördlichsten Bundesland ist die Zahl von Jungen und Mädchen in Behandlung wegen einer psychischen Erkrankung zurückgegangen. Diese an sich gute Nachricht beruhigt Experten beim Blick zurück vor die Corona-Pandemie aber nicht.
Psychische Erkrankungen
Eine junge Frau steht in ihrer Wohnung an einem Fenster. © Fabian Sommer/dpa/Archivbild

Die Zahl der Behandlungen von Kindern und Jugendlichen in Schleswig-Holstein wegen psychischer Erkrankungen ist nach Angaben der Krankenkasse DAK gesunken. 2022 wurden 18 Prozent weniger Mädchen wegen psychischer Krankheiten behandelt als 2021, wie die DAK mitteilte. Bei Jungen betrug das Minus zwölf Prozent.

Die Zahlen stammen aus einer DAK-Analyse im Rahmen des Kinder- und Jugendreports für Schleswig-Holstein. Datengrundlage seien Abrechnungsdaten von rund 44 800 Kindern und Jugendlichen bis einschließlich 17 Jahren, die bei der DAK versichert sind.

Vor allem Mädchen im Alter zwischen 15 und 17 Jahren seien mit Depressionen, Angst- und Essstörungen in ärztlicher Behandlung. Zwar sei die Neuerkrankungsrate bei Depressionen 2022 um 23 Prozent im Vergleich zu 2021 zurückgegangen. Im Vergleich mit 2019 vor der Corona-Pandemie stehe aber ein Plus von elf Prozent. Bei Essstörungen seien die Neuerkrankungen 2022 im Vergleich zum Vorjahr um acht Prozent zurückgegangen, gegenüber 2019 aber um 107 Prozent gestiegen.

Jugendliche Jungen werden den Zahlen zufolge seltener aufgrund von psychischen Erkrankungen oder Verhaltensstörungen behandelt. So erhielten in Schleswig-Holstein im vergangenen Jahr 17 Prozent weniger 15- bis 17-Jährigen eine Neudiagnose in diesem Bereich als 2019. Bei jugendlichen Mädchen steht nur ein Minus von vier Prozent.

Der Kinderarzt und Vorsitzende des Berufsverbandes Kinder- und Jugendärzte in Schleswig-Holstein, Ralf van Heek, sieht trotz der jüngsten Zahlen Anlass zur Sorge. «Es gibt keine Entwarnung.» Der Rückgang in Schleswig-Holstein könnte an einer Unterdiagnostik oder an einer Unterversorgung liegen. Nach Überwindung einer Krise komme es zu einer Verbesserung der psychischen Gesundheit. Allerdings sei diese Verbesserungsphase 2022 geringer ausgefallen als erwartet. Die Wissenschaft führe das auf die Klimakrise und Kriege zurück.

DAK-Landeschef Cord-Eric Lubinski forderte mehr Prävention zur Stärkung der psychischen Gesundheit von Kindern und Jugendlichen.

© dpa
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