Losse-Müller will 500-Millionen-Programm für Schulen

Viele Schulgebäude im Norden sind Jahrzehnte alt. Für moderne Unterrichtsformen brauche es neue Gebäude, sagt SPD-Spitzenkandidat Losse-Müller. Die SPD will deshalb 500 Millionen bis 2030 bereitstellen. Durch eines fühlt sich dabei bestätigt.
Thomas Losse-Müller (SPD). © Marcus Brandt/dpa/Archivbild

Schleswig-Holsteins SPD-Spitzenkandidat Thomas Losse-Müller will im Falle eines Wahlsieges am 8. Mai eine halbe Milliarde Euro in die Schulen im Land stecken. «Die Qualität der Schulgebäude darf nicht von der Finanzsituation der Städte und Gemeinden abhängen», sagte Losse-Müller der Deutschen Presse-Agentur. Das sei eine Frage der Gerechtigkeit.

Konkret will Losse-Müller den Schulbau-Fonds des Landes weiter aufstocken. Die Höhe der Mittel sei im Rahmen der Notkredite in der Corona-Pandemie bereits um 120 Millionen auf insgesamt 170 Millionen Euro erhöht worden. «Diese Mittel stehen bis 2024 zur Verfügung. Wir wollen sie weiter aufstocken und bis 2030 insgesamt 500 Millionen Euro für den Schulbau bereitstellen», sagte Losse-Müller. Die Mittel stünden bereit, um die Kommunen auf dem Weg Richtung Schule der Zukunft zu unterstützen.

Schulen veränderten sich derzeit so stark wie seit Jahrzehnten nicht mehr, sagte Losse-Müller. «Die Schule der Zukunft ist digital, inklusiv und beinhaltet Ganztagsangebote in einem neuen Rhythmus. Künftig wird mehr in Projekten sowie fächer- und jahrgangsübergreifend gelernt.» Doch die Schulgebäude im Norden seien häufig Jahrzehnte alt und für Frontalunterricht geplant.

In einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Insa gaben im März nach Parteiangaben 49 Prozent der Menschen im Norden an, dass die Schulen im Land dringend modernisiert werden müssten. Weitere 33 Prozent stimmten dieser Aussage zumindest eher zu.

«Deshalb brauchen wir einen Neustart für den Schulbau in Schleswig-Holstein», sagte Losse-Müller. Die SPD wolle einen breiten Beteiligungsprozess mit Lehrkräften, Eltern, Schülerinnen und Schülern, Architekten und der Bildungswissenschaft über die Schule der Zukunft starten. «Das daraus entwickelte Konzept stellen wir den Kommunen zur Verfügung. Wir werden aber als Land auch Verantwortung für die Umsetzung der Schule der Zukunft übernehmen.»

© dpa
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