Busfahrer im Norden wollen wieder in den Warnstreik treten

Die Fahrer des privaten Busgewerbes in Schleswig-Holstein wollen wieder in den Warnstreik treten. Die Gewerkschaft Verdi rief die Busfahrer nach einer Mitteilung von Donnerstag für kommenden Montag und Dienstag (19. und 20. September) zum Warnstreik auf. Zuletzt hatten die Busfahrer im Tarifkonflikt Anfang September für zwei Tage die Arbeit niedergelegt.
Ein Beschäftigter trägt bei einem Warnstreik eine Warnweste von Verdi. © Tom Weller/dpa/Symbolbild

Die Verhandlungen für rund 1900 Beschäftigte am Mittwoch seien ohne Ergebnis geblieben, hieß es. Verdi-Nord-Verhandlungsführer Sascha Bähring kritisierte, die Arbeitgeber hätten kein neues Angebot vorgelegt. «Wenn das so weitergeht, werden wir hier auf einen knallharten Arbeitskampf hinauslaufen - das kann niemand ernsthaft wollen.» Der Warnstreik wird nach Bährings Angaben große Teile Schleswig-Holsteins betreffen. Am Dienstag sei eine Demonstration mit Kundgebung in Kiel geplant.

Die Gewerkschaft fordert eine Erhöhung der Tarife von 1,95 Euro pro Stunde bei einer Laufzeit des Tarifvertrages von zwölf Monaten, weitere 1,95 Euro pro Stunde mehr für Werkstattmitarbeiter sowie die Übernahme des Jahresbeitrages einer Solidarkasse der Arbeitnehmerschaft.

Der Omnibusverband Nord (OVN) hatte Ende August ein Angebot über eine Lohnsteigerung von 8,5 Prozent unterbreitet bei einer Laufzeit von 30 Monaten. Neben einem Inflationszuschuss in Höhe von 300 Euro beinhalte die Offerte eine Lohnerhöhung um 3,5 Prozent zum 1. Oktober, eine weitere Erhöhung um 2 Prozent zum 1. Oktober 2023 sowie eine abschließende Erhöhung zum 1. Oktober 2024.

Der OVN reagierte mit Unverständnis auf die Ankündigung des Warnstreiks. Die Situation sei durch hohe Inflation und existenzbedrohliche Kraftstoff- und Energiepreisentwicklung schon kompliziert genug. «Es ist in jedem Fall schwierig, mit jemandem zu verhandeln, der wie die Gewerkschaft noch immer an der Maximalforderung festhält und jede Kompromissbereitschaft vermissen lässt», teilte der OVN-Verhandlungsführer Klaus Schmidt mit. Die Verhandlungen sollen am 10. Oktober fortgesetzt werden.

© dpa
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