Jobgarantie für Pauli-Coach: Walter erwartet hitziges Derby

Das prestigeträchtige Stadtderby steht an. Während St. Pauli seit sieben Spielen sieglos ist, kommt der seit sechsmal unbesiegte HSV als Spitzenreiter ans Millerntor. Aber beide Teams wollen gewinnen.
St. Paulis Trainer Timo Schultz. © Daniel Bockwoldt/dpa/Archiv

Sportchef Andreas Bornemann vom FC St. Pauli hat sich klar positioniert und Trainer Timo Schultz vor dem Stadtderby in der 2. Fußball-Bundesliga gegen den Hamburger SV eine Jobgarantie gegeben. «Ich bin nicht dafür bekannt, in solchen Situationen die vermeintlich naheliegendste Lösung, den Trainer auszutauschen, gewählt zu haben», sagte St. Paulis Sportchef Andreas Bornemann der «Bild-Zeitung (Mittwoch) trotz der Negativserie von zuletzt sieben Punktspielen ohne Sieg für die Hamburger.

Er verwies in diesem Zusammenhang auf eine Phase in der Saison 2020/21. Damals lag der Kiezclub wochenlang auf einem Abstiegsplatz, ehe sich das Team in einer starken Rückrunde unter Ex-Profi Schultz (45) noch bis auf Tabellenplatz zehn verbesserte.

«Wir haben vor rund zwei Jahren eine ähnlich prekäre Situation zusammen gemeistert», erklärte der 51 Jahre alte Sportdirektor. Und er ergänzte: «Ich würde mir wünschen und ich bin auch davon überzeugt, dass uns das wieder gelingt.» Vor dem Duell mit Spitzenreiter HSV am Freitag (18.30 Uhr/Sky) belegt der FC St. Pauli in der Tabelle lediglich den 14. Rang.

«Ein Derby kannst du ausklammern von irgendwelchen Trends, der Tabellensituation und dem Rest der Saison», sagte Schultz am Donnerstag voller Zuversicht auf der Pressekonferenz zum Spiel. «Da wird es einfach 90 Minuten zur Sache gehen.» Die zuletzt angeschlagenen Leistungsträger Leart Paqarada und Jackson Irvine können laut Schultz wieder mitwirken, dagegen fällt Innenverteidiger David Nemeth (Adduktorenprobleme) aus.

HSV-Kollege Tim Walter kann personell nahezu aus dem Vollen schöpfen. Vom erweiterten Stamm steht nur Linksverteidiger Tim Leibold (Muskelfaserriss im Oberschenkel) nicht zur Verfügung. Auch Stammtorwart Daniel Heuer Fernandes und Außenstürmer Jean-Luc Dompé, die zuletzt das Heimspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern (1:1) verpassten, sind fit. Walter ließ sich aber noch nicht in die Karten schauen. «Mal sehen, wer spielt. Die Auswahl ist groß», sagte der 46-Jährige, dessen Team seit sechs Punktspielen ohne Niederlage ist.

Dass nach anderen Trainern auch St. Paulis Timo Schultz («Wir wollen die HSV-Spieler stressen») ankündigte, dem ungeliebten Nachbarn mit einer ekeligen Spielweise Probleme bereiten zu wollen, konterte Walter kühl lächelnd. «Jeder sagt, dass man uns wehtun will, aber jeder muss auch wissen, dass auch wir dem Gegner wehtun können und dies auch wollen.» Allerdings müssten seine Akteure dazu ihr Potenzial komplett abrufen.

Walter erwartet vor knapp 30.000 Fans im ausverkauften Millerntor-Stadion «ein heißes Spiel, ein hitziges Duell - auch auf den Rängen, wo jeder seine Farben verteidigen will», wie er sagte. Und er ergänzte: «Aber auch das ist normal in so einem Derby.»

© dpa
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