Buchungslage zum Jahreswechsel unterschiedlich

Über die Feiertage an der See entspannen oder das Geld doch lieber sparen? Vor dieser Frage stehen derzeit viele potenzielle Schleswig-Holstein-Urlauber. Die Buchungslage ist von Ort zu Ort sehr unterschiedlich.
Dunkle Wolken ziehen über einem Hotel hinweg. © Christoph Schmidt/dpa/Symbolbild

In einigen Orten Schleswig-Holsteins ist an den Feiertagen kaum noch ein Zimmer frei. Andere Orte klagen über eine deutlich schlechtere Auslastung als in den Vorjahren. «Die Buchungslage im Land ist uneinheitlich wie lange nicht mehr», sagt die Pressesprecherin der Tourismus-Agentur Schleswig-Holstein (TASH), Manuela Schütze.

Als mögliche Gründe vermuten Touristiker gestiegene Lebenshaltungs-und Energiekosten, aber auch die ungünstige Lage der Feiertage. Heiligabend und Silvester fallen in diesem Jahr auf einem Sonnabend.

So liegen nach Abgaben der TASH die Buchungszahlen für Weihnachten und den Jahreswechsel im Nordseebad St. Peter-Ording im Kreis Nordfriesland unter dem Vorjahreswert. Die Touristiker vor Ort gingen davon aus, dass die Unsicherheit durch die Energiekrise Grund für diese Zurückhaltung sei, sagte Schütze.

Auf der Nordseeinsel Föhr lag die Auslastung mehr als zwei Wochen vor Weihnachten zwischen 70 und 80 Prozent. Die Unterkünfte seien zum Jahreswechsel ganz unterschiedlich frequentiert, sagte eine Sprecherin der Föhr Tourismus GmbH. «Manche sind seit Monaten ausgebucht, andere haben zum ersten Mal seit Jahren weniger Nachfrage über den Jahreswechsel, wieder andere vermieten wegen der hohen Energiekosten gar nicht.»

An der schleswig-holsteinischen Ostseeküste meldet die Region Ostseefjord Schlei für die Weihnachtstage rund 20 Prozent weniger Buchungen als im letzten Vor-Corona-Jahr 2019. Über Silvester sei die Buchungszurückhaltung noch höher. «Die Gäste werden verhaltener bei den Urlaubsbuchungen», sagte ein Sprecher.

Als Gründe vermutet die Tourismus-Organisation die allgemeine Inflation, die gestiegenen Strom- und Benzinpreise sowie die Preissteigerungen bei den Unterkünften. «Einige Vermieter haben sich inzwischen entschlossen, wegen der aktuellen Situation im Winter gar nicht zu vermieten», sagte der Sprecher.

Im Ostseebad Heiligenhafen im Kreis Ostholstein dagegen sind die Touristiker zufrieden mit den Buchungen an den Feiertagen. «Zum Jahreswechsel sind wird nahezu ausgebucht», sagte ein Sprecher des Tourismus-Service Heiligenhafen. Ähnlich ist die Situation in Grömitz.

«Lübeck ist über Weihnachten zu knapp 80 Prozent ausgelastet, im Vorjahr lag die Auslastung in selben Zeitraum nur bei 63 Prozent», sagt Doris Schütz von der Lübeck und Travemünde Marketing GmbH (LTM). Travemünde sei über den Jahreswechsel sogar so gut wie ausgebucht.

© dpa
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