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Tote Schildkröte gefunden: Dritter Fund in wenigen Wochen

Schon wieder wurde eine tote Riesenschildkröte bei Hamburg gefunden. Es ist nun schon die dritte innerhalb weniger Wochen. Die Polizei ermittelt. Ein Tierschützer bietet eine hohe Belohnung für Hinweise zum Tierhalter.
Erneut tote Schildkröte gefunden
Der Panzer einer toten Spornschildkröte ist durch Polizeikräfte sichergestellt worden. © Stefan Klippstein/dpa/Archivbild

Nachdem in den vergangenen Wochen bei Ellerbek in Schleswig-Holstein bereits zwei tote Riesenschildkröten gefunden worden waren, ist nun ein drittes totes Tier in Hamburg entdeckt worden. Die Spornschildkröte sei im Stadtteil Schnelsen gefunden und durch Polizeikräfte sichergestellt worden, teilte die Polizei am Dienstag auf Nachfrage mit. An dem Panzer seien Spuren gesichert worden und der Kadaver im Anschluss entsorgt worden. Die Fachdienststelle für Tierschutzdelikte führe nun die Ermittlungen.

Spornschildkröten gelten als drittgrößte Schildkrötenart der Welt und leben normalerweise in trockenen und heißen Gegenden von Nordafrika. Im Winter brauchen sie viel Wärme. Normalerweise können die Tiere bis zu 110 Jahre alt werden und bis zu 80 Kilogramm wiegen.

Der Tierschützer Stefan Klippstein hat die dritte Schildkröte nach dem Tipp einer Bekannten aus dem Müllcontainer geholt, wo sie entdeckt wurde. Zuvor sei sie - wohl am Donnerstag oder Freitag - in einem Plastikbeutel verpackt am Wegesrand entsorgt worden. Ihr Panzer sei gebrochen und kaputt gewesen. Klippstein geht deshalb davon aus, dass das Tier getötet wurde. «Der Anblick dieser wunderschönen Tiere im Müllcontainer ist total schockierend», sagte Klippstein der Deutschen Presse-Agentur.

Der ausgebildete Tierpfleger hat nun eine Belohnung von 1000 Euro ausgelobt - für Hinweise auf den Tierhalter, die zur Verurteilung führen. «Das ist sehr mysteriös und eigenartig, was da passiert. Ich arbeite schon lange als Tierschützer. Aber ich habe das noch nie erlebt, dass derartig viele Schildkröten ausgesetzt werden.»

Auch Christian Erdmann, Leiter des Wildtier- und Artenschutzzentrums bei Elmshorn, wundert sich über die Häufung der Funde. Die beiden Männer haben ihre Theorien: Entweder sei das wärmeliebende Tier jemandem mit Blick auf die Energiekosten zu teuer geworden oder ein Händler entledige sich auf diesem Weg der toten Tiere.

Beide kritisiert, dass die illegale Haltung solcher Exoten so leicht möglich ist, weil die Tiere problemlos im Internet gekauft werden können. Es brauche schlicht eine Kennzeichnungspflicht und Schulungen sowie das Verbot dieser Börsen zum Handeln der Tiere, so Erdmann.

© dpa
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