Tarifparteien beraten im Streit um Hafenarbeiter-Löhne

Nach dem 24-stündigen Warnstreik der Hafenarbeiter in Deutschlands großen Nordseehäfen beraten die Tarifparteien am Montag über das weitere Vorgehen. Dazu treffen sich Vertreter der Gewerkschaft Verdi und des Zentralverbands deutscher Seehafenbetriebe (ZDS) am Vormittag in Berlin, wie die Gewerkschaft auf Nachfrage mitteilte. Nach dem Warnstreik war zunächst unklar gewesen, wie es weitergehen könnte in der Tarifauseinandersetzung für die rund 12.000 Beschäftigten in den 58 tarifgebundenen Betrieben in Hamburg, Niedersachsen und Bremen. Verdi verlangte eine fünfte Verhandlungsrunde, der ZDS wollte dagegen ein Vermittlungsverfahren starten, hat sein Angebot zuletzt als «final» bezeichnet.
Hafenarbeiter ziehen durch die Hamburger Hafencity. © Axel Heimken/dpa/Archivbild

Am vergangenen Donnerstag hatten Hafenarbeiter mit Beginn der Frühschicht mit einem 24-stündigen Warnstreik die Abfertigung von Container- und Frachtschiffen in Deutschlands großen Nordseehäfen weitgehend lahmgelegt. Betroffen waren die Häfen Hamburg, Emden, Bremen, Bremerhaven, Brake und Wilhelmshaven. Es war der zweite Warnstreik innerhalb von drei Wochen. Zuvor gab es bei den Hafenarbeitern viele Jahre lang keine Arbeitsniederlegungen.

Im Kern geht es bei dem Streit um den Inflationsausgleich. Bei den klassischen Entgeltverhandlungen liegen Verdi und der ZDS nicht mehr so weit auseinander. Verdi fordert bei einer Tariflaufzeit von 12 Monaten eine Erhöhung der Stundenlöhne um 1,20 Euro sowie in Vollcontainerbetrieben eine Erhöhung der jährlichen Zulage um 1200 Euro. Der ZDS akzeptiert bei einer Tariflaufzeit von 18 Monaten eine Anhebung der Stundenlöhne um 1,20 Euro - im Autoumschlag um 90 Cent - und ist auch mit der Anhebung der Zulage um 1200 Euro einverstanden.

Als Inflationsausgleich bietet der ZDS in Vollcontainer-Betrieben eine Einmalzahlung von 1000 Euro und in konventionellen Betrieben von 500 Euro an - was der Gewerkschaft Verdi zu wenig ist. Im Mai lag die Inflation in Deutschland bei 7,9 Prozent.

© dpa
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