Suchtexperten: Jugendliche besser vor Glücksspiel schützen

Glücksspiele sind nicht gut. Das wissen die meisten. Dennoch gibt es viele Hunderttausend Menschen, die damit einfach nicht aufhören können. Die Corona-Pandemie hat die Situation eher verschärft. Experten hoffen auf mehr Hilfe von der Politik.
Auf einem Smartphone spielt ein Mann ein Online-Spiel. © Sina Schuldt/dpa/Symbolbild

Die Hamburgische Landesstelle für Suchtfragen (HLS) plädiert dafür, dass Jugendliche und glücksspielsuchtgefährdete Menschen besser vor dem Glücksspiel geschützt werden. Das sei trotz der Liberalisierung des deutschen Glücksspielmarktes wichtig und liege auch in der Verantwortung der Politik, teilte die Landesstelle am Dienstag in Hamburg mit. Das problematische wie süchtige Glücksspielverhalten sei in Deutschland noch immer weit verbreitet und habe in der Corona-Zeit noch einmal deutlich vor allem bei den jüngeren Menschen zugenommen, hieß es weiter.

So zeige eine aktuelle Studie der Universitäten Hamburg und Bremen, dass bundesweit 2,3 Prozent der 18- bis 70-Jährigen, und damit etwa 1,31 Millionen Menschen, die diagnostischen Kriterien für eine Glücksspielsucht erfüllten.

«Wir schieben in der Suchthilfe eine Welle an Versorgungsbedarf vor uns her und müssen dringend Maßnahmen zur Frühintervention ergreifen», sagte die stellvertretende HLS-Vorsitzende Ulrike Albrecht-Sonnenschein dazu laut Mitteilung. Die Betroffenen adäquat aufzuklären, möglichst frühzeitig zu erreichen und ambulant zu versorgen, stelle die Suchthilfe jedoch vor große Herausforderungen. Zwei Gründe dafür sind knappe Haushaltskassen und der zunehmende Fachkräftemangels im sozialen Bereich. Am Mittwoch findet bundesweit ein Aktionstag gegen Glücksspielsucht statt.

© dpa
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