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Stadtderby: FC St. Pauli Favorit gegen den Rivalen HSV

Einen Tag vor der EM-Auslosung in der Elbphilharmonie gibt es ein Ereignis, das die Hamburger Fans mehr interessiert. Das Derby des FC St. Pauli gegen den HSV hat dieses Mal eine besondere Brisanz.
FC St. Pauli - Hamburger SV
Oladapo Afolayan vom FC St. Pauli (r) im Zweikampf mit Miro Muheim vom Hamburger SV. © Christian Charisius/dpa

Fußball-Europa schaut am Samstag auf die Auslosung für die EM in Deutschland in der Elbphilharmonie in Hamburg. Doch die Fans in der Hansestadt interessiert in erster Linie ein Ereignis einen Tag zuvor. Das 110. Hamburger Stadtderby zwischen dem FC St. Pauli und dem HSV in der 2. Fußball-Bundesliga elektrisiert beinahe die ganze Stadt und die Region.

Das Spiel am Freitag (18.30 Uhr/Sky) ist durch die jahrzehntelange Rivalität der beiden Vereine und ihrer Fans schon brisant genug. Diesmal ist es auch ein absolutes Top-Spiel der 2. Liga. Zum ersten Mal ist das Aufeinandertreffen beider Clubs das Duell des Ersten gegen den Zweiten. Tabellenführer FC St. Pauli gilt in seinem Millerntor-Stadion als Favorit gegen den großen Konkurrenten aus der Nachbarschaft im Volkspark. Der HSV als Zweiter ist der schärfste Verfolger.

«Eins gegen zwei - mehr geht nicht», sagte St. Paulis Trainer Fabian Hürzeler. Mit seiner Mannschaft sorgt der 30-Jährige nicht erst seit Beginn dieser Saison für Furore. Das Team begeistert mit seiner Spielweise nicht nur die eigenen Anhänger, ist noch ungeschlagen und hat vor dem 15. Spieltag drei Punkte mehr als der HSV.

Als Favorit sieht Hürzeler seine Mannschaft aber nicht. «In diesem Spiel gibt es keinen Favoriten», sagte er. «Auch der HSV wird das ähnlich sehen, dass das ein 50:50-Spiel ist, dass das darum geht, das Momentum auf deine Seite zu ziehen.» Er glaube, dass der Respekt voreinander sehr groß sei. «Unsere Aufgabe wird am Freitag ganz klar sein, die Stadtmeisterschaft wieder zurückzuholen», schob er hinterher.

Sein HSV-Kollege Tim Walter nannte das Spiel «Königsklasse der Derbys». Er mache sich «keine Gedanken», ob es einen Favoriten gibt oder nicht, sagte der 48-Jährige. «Es ist einfach nur wichtig, dass man Emotionen und Willen zeigt - und trotzdem einen kühlen Kopf bewahrt.»

Das Millerntor-Stadion ist mit mehr als 29.000 Zuschauern ausverkauft, darunter 2600 HSV-Anhänger. Wegen der großen Rivalität der beiden Fan-Lager ist die Partie von der Polizei als Hochrisikospiel eingestuft worden. Mit einem Großaufgebot an Sicherheitskräften sollen Auseinandersetzungen verhindert werden.

«Die Polizei ist kein Spielverderber und wird professionell und mit Augenmaß vorgehen», sagte Polizeipräsident Falk Schnabel. «Ich appelliere an alle, die sich auf ein friedliches Derby freuen, Gewalttäter sofort auszugrenzen und ihnen keinen Rückzugsort zu geben.»

Im Stadion gilt ein Alkoholverbot. Zudem wurde ein Fangnetz vor die Gästetribüne gehängt und der Zaun zum angrenzenden Heimbereich erhöht. Die Partie findet auch im Hintergrund einer großen Debatte um Gewalt in Stadien und den Konflikten zwischen Polizei und Fans statt.

© dpa
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