St. Paulis Serie reißt: Braunschweig «überglücklich»

Die Siegesserie ist vorbei: Wenige Tage vor dem Stadtderby beim HSV verliert der FC St. Pauli gegen Braunschweig und verpasst den elften Erfolg in Folge. Die Eintracht freut sich über Match-Glück.
FC St. Pauli - Eintracht Braunschweig
Sankt Paulis Jackson Irvine (l) und Braunschweigs Anton Donkor im Kampf um den Ball. © Christian Charisius/dpa

Die gestoppte Siegesserie in der 2. Fußball-Bundesliga will der FC St. Pauli möglichst schnell abhaken und den Fokus auf das Stadtderby gegen den Hamburger SV richten. «Wir müssen uns vor Augen führen, dass der Lauf vorbei ist, aber die Saison ist weit davon entfernt, vorbei zu sein. Das wird die Mentalität sein, in die kommende Woche zu gehen», sagte Mittelfeldmotor Jackson Irvine nach dem überraschenden 1:2 (0:2) am Sonntag gegen Eintracht Braunschweig.

Wenige Tage vor dem Duell um die Vorherrschaft in der Hansestadt verlor der nach Spielanteilen klar überlegene Kiez-Club gegen den niedersächsischen Abstiegskandidaten und schaffte es nicht, den Abstand zum sechs Punkte entfernten und am Vorabend patzenden HSV zu verkürzen. «Auf das Spiel am Freitag hat das gar keine Wirkung. Die Mannschaft ist so gefestigt, dass so eine 1:2-Niederlage nicht alles aus dem Ruder wirft», sagte Kapitän Leart Paqarada dem Sender Sky vor der Partie beim HSV (18.30 Uhr/Sky). «Dass wir irgendwann wieder Punkte verlieren, war klar.»

Die Hamburger verpassten den elften Sieg in Folge. Durch einen Erfolg hätte St. Pauli die Bestmarke des Karlsruher SC von zehn Siegen nacheinander aus der Saison 1986/87 übertrumpfen können, statt sich den Rekord weiter mit dem KSC zu teilen.

Die Gäste aus Braunschweig verteidigten leidenschaftlich. Und sie gingen früh in Führung. Im mit 29 546 Zuschauern ausverkauften Millerntor-Stadion traf Abwehrspieler Maurice Multhaup (1. Minute) rasch nach Spielbeginn, Ex-HSV-Spieler Manuel Wintzheimer (25.) erhöhte für die ständig auf Konter lauernden Gäste. Jakov Medic (85.) verkürzte noch für St. Pauli.

«Das war so ein typisches Spiel, bei dem wir noch anderthalb Stunden hätten spielen können, ohne dass der Ball reingeht», bedauerte Paqarada. Der Kiez-Club biss sich an der Defensive die Zähne aus. «Braunschweig hat das ganze Spiel über gut «wegvertedigt»», honorierte St. Paulis Trainer Fabian Hürzeler. Der 30-Jährige freute sich, dass seine Mannschaft in der Positionierung mit Ball Fortschritte gemacht habe. «Es war ordentlich, wie wir Fußball gespielt haben. Das sah nach Fußball aus.»

Braunschweigs Trainer Michael Schiele war nach der Partie zufrieden über das «nötige Match-Glück»: «Wir sind überglücklich über die drei glücklichen Punkte», sagte er und lobte die «tolle Moral» seines Teams.

Die Gäste hatten die Hausherren früh in der Partie geschockt: Multhaup zog aus knapp 20 Metern ab und traf ins Eck. Trotz der Überlegenheit der Hamburger war die Eintracht effektiver vor dem Tor und baute die Führung durch den im Strafraum unbedrängten Wintzheimer aus, der von links wuchtig abschloss.

Die Gastgeber wirkten danach ratlos und leisteten sich etliche Fehler im Spielaufbau. Hürzeler reagierte noch vor der Pause, nahm Innenverteidiger Adam Dzwigala aus der Partie (35.) und stellte auf ein 4-3-3-System um. Er erklärte die Entscheidung als «keinen leistungsbedingten Wechsel», sondern um einen Impuls vor der Halbzeit zu setzen.

Nach dem Seitenwechsel bekamen die Fans ein ähnliches Bild zu sehen. Die Gastgeber machten das Spiel, Braunschweig verteidigte weiter stark. Der vermeintliche Anschlusstreffer der Hamburger durch Oladapo Afolayan (59.) wurde wegen Abseits zurückgenommen. Braunschweigs starker Torwart Ron Thorben Hoffmann vermasselte noch einige Möglichkeiten der Gastgeber.

© dpa ⁄ Felix Schröder, dpa
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