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SSW-Vorsitzender will Barrieren für Integration wegräumen

Die Integration ist in Deutschland laut dem SSW-Vorsitzenden zu kompliziert gestaltet. Gerade um Arbeitskräfte zu gewinnen, plädiert er daher für pragmatische Lösungen.
SSW-Vorsitzender Lars Harms
Lars Harms, Landtagsabgeordneter des Südschleswigschen Wählerverbandes (SSW), lehnt an einer Hauswand in der Innenstadt. © Frank Molter/dpa

Die Integration in Deutschland sollte nach Ansicht des Fraktionsvorsitzenden der SSW, Lars Harms, vereinfacht werden. «Wenn die Menschen hier sind, müssen wir sie integrieren, und das so schnell wie möglich», sagte er in Kiel der Deutschen Presse-Agentur. Dabei erhoffe er sich von der Landesregierung mehr Engagement. Er plädierte bei der Integration vor allem für einen pragmatischen Ansatz: «Einfach mal den Leuten zu sagen: Du kannst was, ja dann mach es doch.» Einen Zettel mit irgendeiner beruflichen Qualifikation oder Anerkennung vorzeigen zu müssen, sei typisch deutsch.

Stattdessen sollte Geflüchteten oder Immigranten gesagt werden: «Komm mit, du kriegst einen Deutschkurs», so Harms. Damit helfe man den Menschen, tatsächlich in der Arbeit seine Zukunft, seine Kollegen und seine Freude am Leben zu finden. Sie würden in die Lage gebracht, ihre Familie selbstständig zu versorgen. «Das ist wichtig bei der Integration», betonte der SSW-Vorsitzende.

Das Land brauche Fachkräfte ebenso wie Arbeitskräfte, die auch einfache Jobs übernehmen, wie etwa Reinigungsarbeit. «Warum sollen die Leute dort nicht erst mal reinrutschen, damit sie überhaupt eine Chance haben, Geld zu verdienen, unabhängig vom Staat zu werden und vielleicht auch mit den Kolleginnen und Kollegen zusammen Deutsch lernen», erklärte Harms. Dies sei alles von Vorteil für die Menschen.

Zudem würde so auch die öffentliche Debatte um Migration ein bisschen runtergefahren, weil die Leute dann sähen: «Ach guck mal, die tun ja doch etwas.» Es ist Harms zufolge ein Riesenerfolg, dass 50 Prozent derjenigen, die vor fünf oder sechs Jahren nach Deutschland gekommen seien, tatsächlich Arbeit gefunden haben.

Daher habe die SSW-Fraktion Änderungen im Integrations- und Teilhabegesetz vorgeschlagen. So fordere die Partei, dass jeder sofort einen Sprachkurs kriege beziehungsweise einen Anspruch darauf habe, sagte Harms. Ebenso sollten Schul- und Berufsabschlüsse leichter anerkannt werden, so dass die Menschen beispielsweise nach einer praktischen Prüfung im Beruf arbeiten können.

© dpa
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