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SSW sieht Defizite beim Katastrophenschutz

Die Ostseesturmflut mit großen Schäden in Schleswig-Holstein hat nach Ansicht des SSW Defizite beim Küsten- und Katastrophenschutz sowie in der Krisenkommunikation offengelegt. SSW-Landeschef Christian Dirschauer und der Bundestagsabgeordnete Stefan Seidler forderten am Montag eine ehrliche Bilanz, schnelle Hilfen und strukturelle Reformen. Blaulichtorganisationen und freiwillige Helfer hätten Unglaubliches geleistet, aber auch mehr Kommunikation und Hilfe seitens ihrer Kommunen benötigt.
Nach Sturmflut in Schleswig Holstein - Kiel-Schilksee
Zerstörte Strandkörbe liegen nach einer Sturmflut am Strand der Ostsee. © Daniel Bockwoldt/dpa

Auf kommunalen Webseiten hätten oft aktualisierte Lageberichte und Informationen über Straßensperrungen oder zur Beschaffung von Sandsäcken gefehlt, meinte Dirschauer. Die Menschen seien weitgehend auf sich gestellt gewesen, weil es an der Ostsee vielerorts keine präventiven Hochwasserschutzmaßnahmen gebe, sagte Seidler. «Die Leute sind sauer auf die Politik.» Bund und Land müssten jetzt schnelle Hilfen auf den Weg bringen, forderte Dirschauer. Die immensen Schäden seien für viele Bürger nicht aus eigener Kraft zu bewältigen. Auch viele Gewerbetreibende stünden vor dem Ruin.

«Gebrochene Deiche und mangelnde Hochwasserschutzanlagen zeigen, dass neben der Westküste auch die Ostseeküste mehr ins Zentrum unserer Aufmerksamkeit rücken muss», sagte Seidler. Küstenschutz sei eine nationale Aufgabe. «Für eine besser gebündelte Koordinierung zwischen den zuständigen Ministerien brauchen wir unbedingt einen Bundesbeauftragten für Küstenschutz.»

Dirschauer fügt hinzu: «In Schleswig-Holstein haben wir die absurde Situation, dass an der Westküste das Land zuständig ist, der Küstenschutz an der Ostküste aber weitgehend den Kreisen und Kommunen überlassen wird». Auch hier mangle es an der Koordination. «Wir brauchen Wellenbrecher, Schleusen, Rücklaufbecken, Molen und vernünftige Warnsysteme», sagte Dirschauer. Umweltminister Tobias Goldschmidt (Grüne) müsse erklären, wie hoch die Schäden sind und welche Erkenntnisse daraus für den Schutz der Ostküste resultieren.

© dpa
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