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Senat: Neue Erhebung zu obdach- und wohnungslosen Menschen

Wie wie viele Menschen leben in Hamburg auf der Straße? Und was waren Auslöser dafür? Das sind zwei von mehreren Fragen, die in der Hansestadt zuletzt 2018 in einer Erhebung gestellt wurden. Nun soll es eine neue Befragung geben - sehr zur Freude einer Fraktion.
Obdachlosigkeit
Die Zelte von Obdachlosen stehen unter der Kennedybrücke an der Außenalster. © Franziska Spiecker/dpa

Mehr als fünf Jahre nach der letzten Befragung soll die Situation obdach- und wohnungsloser Menschen in Hamburg erneut erfasst werden. Die geplante Erhebung werde voraussichtlich im kommenden Jahr stattfinden und sich an vorherigen Befragungen orientieren, erklärte die Sozialbehörde am Montag auf Anfrage. Zuvor hatte die CDU-Fraktion mitgeteilt, dass der rot-grüne Senat ihrer Forderung nach einer erneuten Befragung obdach- und wohnungsloser Menschen nun nachkomme.

Der sozialpolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Andreas Grutzeck, betonte, dass sich die Zahl und die Zusammensetzung dieser Gruppen seit der letzten Untersuchung 2018 deutlich verändert habe. «Doch bisher ist dies nur ein Eindruck, der nicht verifiziert ist.» Seine Fraktion hatte deshalb im Frühjahr dieses Jahres eine erneute Befragung gefordert, die erstmals auch drogensüchtige Menschen umfassen solle, wie es in dem entsprechenden Antrag heißt.

«Um zielgruppengenau helfen zu können, müssen wir konkret wissen, wie sich die Zusammensetzung der Obdachlosigkeit auf Hamburgs Straßen verändert hat», sagte Grutzeck. Neben der Hilfe für Betroffene sei das auch mit Blick auf das Sicherheitsbedürfnis der Hamburger wichtig. «Wir sind sehr froh, dass sich SPD und Grüne nun nach zugegeben langem Zögern unserer Forderung angeschlossen haben», so der CDU-Politiker. Die Bitte nach zusätzlichen Fragen zur gesundheitlichen Situation der auf der Straße lebenden Menschen, die die Regierungsfraktionen eingebracht hätte, begrüße seine Fraktion «aus vollem Herzen».

Nachdem sich zuletzt der Sozialausschuss mit dem Antrag der CDU-Fraktion beschäftigt hatte, ist der Bericht des Fachausschusses in der nächsten Bürgerschaftssitzung am 22. November Thema. Die Sozialbehörde hob hervor, dass «Hamburg als einzige Großstadt in Deutschland bereits drei umfangreiche Erhebungen zur Situation von obdach- und wohnungslosen Menschen veranlasst» habe.

Auf Grundlage der letzten Erhebung von 2018 geht die Behörde von rund 2000 obdachlosen, auf der Straße lebenden Menschen in Hamburg aus. Als wohnungslos werden laut Sozialbehörde Personen erfasst, die über keinen mietvertraglich abgesicherten oder eigenen Wohnraum verfügen und in staatlich betriebenen Einrichtungen leben - inklusive dort untergebrachter Geflüchteter. Anfang des Monats teilte das städtische Unternehmen Fördern & Wohnen mit, dass aktuell 46 000 Personen öffentlich untergebracht seien. «Die Unterbringungskapazitäten in der Stadt sind zu über 97 Prozent ausgelastet», hieß es damals.

© dpa
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