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Pokal-Aus in Berlin: HSV zwischen Frust und positivem Denken

Der HSV scheidet im DFB-Pokal im Achtelfinale dramatisch aus. Zweimal verspielt das Team Sekunden vor dem Ende den Sieg bei Hertha BSC. Bei allem Frust sehen Trainer und Kapitän auch Positives.
Hertha BSC - Hamburger SV
.Trainer Tim Walter vom Hamburger SV steht gestikulierend am Spielfeldrand. © Andreas Gora/dpa

Zweimal nah dran am Weiterkommen, doch am Ende blieb den Spielern des Hamburger SV nur der Frust. «Ich kann das nicht erklären. Das darf einer Spitzenmannschaft einfach nicht passieren», sagte Mittelfeldspieler Jonas Meffert nach dem dramatischen Achtelfinal-Aus im DFB-Pokal beim Zweitliga-Konkurrenten Hertha BSC in Berlin. «Ich weiß nicht, wie wir es hier nicht geschafft haben zu gewinnen.»

Bis zur 90. Minute hatten die Hamburger mit 2:1 geführt, dann traf der überragende Fabian Reese zum 2:2 und rettete die Berliner in die Verlängerung. In der brachte Ransford Yeboah Königsdörffer (102.) mit seinem Tor zum 3:2 die Gäste erneut in Front. Wieder reichte es für die Gäste nicht, weil Jonjoe Kenny Sekunden vor dem Ende noch einmal für die Hertha ausglich. Im Elfmeterschießen scheiterte dann nur Königsdörffer an Berlins Torwart Tjark Ernst, während die Gastgeber alle fünf Schüsse vom Punkt verwandelten und mit 5:3 gewannen.

Während die Berliner jubelten und die Finanzverantwortlichen des Hauptstadt-Vereins sich über eine Einnahme von etwa 1,7 Millionen Euro für den Viertelfinal-Einzug freuen durften, standen die HSV-Spieler in der Kühlkammer Olympiastadion niedergeschlagen auf dem Rasen.

«Es tut sehr weh», sagte Meffert. Pokal-Torhüter Matheo Raab meinte: «Es ist schon ein Niederschlag, wenn du hier zweimal führst und es so aussieht, dass du die nächste Runde erreichst, und dann doch so einen Nackenschlag bekommst.» Elfmeterschießen sei eine «Fifty-Fifty-Chance, wir hätten es einfach vorher entscheiden müssen».

Dennoch versuchten einige Hamburger, auch Positives aus dem Spiel mitzunehmen. Trainer Tim Walter hatte seine Startaufstellung im Vergleich zum Stadtderby am vergangenen Freitag beim FC St. Pauli (2:2) auf gleich sieben Positionen geändert.

Angefeuert von etwa 15 000 mitgereisten Fans unter den etwa 59 000 Zuschauern gelang dem neu formierten Team nach dem 0:1 durch Reese (21.) bis zur Pause immerhin die Wende dank der Treffer von Immanuel Pherai (31.) und Laszlo Benes (43.). Und auch sonst zeigten die Spieler, dass der Kader in der Breite gut besetzt ist.

«Auch wenn wir aus dem Pokal ausgeschieden sind, können wir eine Menge mitnehmen», sagte Kapitän und Abwehrchef Sebastian Schonlau, der nach seiner Wadenverletzung erstmals seit Mitte September wieder spielte. «Es war ein ordentliches Spiel von uns. Es war eine Menge Kampf und eine Menge Mentalität dabei. Und wir sind zurückgekommen nach dem 0:1.»

Trainer Walter gab sich pragmatisch. «In einer Situation waren wir nicht so konsequent gewesen wie die halbe Stunde zuvor. Dann passiert das eben», sagte der 48-Jährige über das späte 3:3. «Im Elfmeterschießen ist der Fußball ein Vabanquespiel. Das haben wir heute erleben müssen.» Die Art und Weise, wie sein Team spielte, habe ihm aber Mut gemacht, sagte er. «Aber wir müssen uns mehr belohnen.»

Viel Zeit Frust zu schieben, hat Walters Team nicht. Schon am Samstag (13.00 Uhr/Sky) geht es in der 2. Fußball-Bundesliga gegen den SC Paderborn weiter. Dann steht für den Tabellendritten wieder Aufstiegskampf auf dem Plan. Und im eigenen Stadion hat der HSV in dieser Saison noch keinen Punkt abgegeben.

© dpa
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