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Obdachlose brauchen Schlafplätze in der Innenstadt

Obdachlose, Bettler und Drogensüchtige: Der Hamburger Hauptbahnhof gilt als sozialer Brennpunkt. Die Stadt bemüht sich um mehr Sicherheit für Reisende. Doch nach Ansicht kirchlicher Verbände haben Arme das Recht, dort auf der Straße zu schlafen und zu betteln.
Obdachlos
Eine Person liegt in der Innenstadt unter einem Schlafsack. © Marijan Murat/dpa

Obdachlose haben nach Ansicht kirchlicher Wohlfahrtsverbände ein Recht darauf, in der Hamburger Innenstadt zu schlafen und zu betteln. «Auch obdachlose und arme Menschen gehören zur Hamburger Innenstadt. Sie haben das gleiche Recht wie alle anderen sich dort aufzuhalten. Betteln ist nicht verboten», sagte Jonas Gengnagel vom Straßenmagazin «Hinz&Kunzt» in einer Mitteilung des Hamburger Aktionsbündnisses gegen Wohnungsnot vom Dienstag. Das Straßenmagazin wird zu zwei Dritteln vom Diakonischen Werk der Nordkirche getragen.

Für fast 40 Prozent der in Hamburg auf der Straße lebenden Menschen seien Flaschensammeln, Betteln, Verkauf von Straßenzeitungen, Prostitution oder Unterstützung durch das soziale Umfeld die Haupteinnahmequellen. «Es geht also um die Existenzgrundlage und um die Erfüllung der elementaren Grundbedürfnisse für die bettelnden Menschen», hieß es in der Mitteilung weiter.

Mitarbeiter des Bündnisses protestierten am Dienstag nach eigenen Angaben am Hauptbahnhof gegen Kontrollen der Obdachlosen durch Polizei und Ordnungsdienste. Das Bündnis forderte ein Ende der «diskriminierenden Vertreibungspolitik». Die Menschen bräuchten die Schlafplätze in der Innenstadt, da es an ausreichend Notschlafplätzen mangele.

Das Aktionsbündnis gegen Wohnungsnot ist nach eigenen Angaben ein Zusammenschluss von Trägern der Wohnungslosenhilfe aus der freigemeinnützigen Wohlfahrtspflege. Unter den 17 Mitgliedern sind neben dem Diakonischen Werk auch die Caritas und die Heilsarmee.

Das Gebiet um den Hauptbahnhof gilt als sozialer Brennpunkt, an dem auch harte Drogen konsumiert und viele Straftaten verübt werden. Der Senat bemüht sich, das Problem zu entschärfen.

Im Frühjahr hatten die Polizei Hamburg, die Bundespolizei, die Deutsche Bahn und die Hamburger Hochbahn die «Allianz sicherer Hauptbahnhof» vorgestellt. Seitdem gibt es gemeinsame Streifen, deren Präsenz Ende September von 48 Stunden auf 90 Stunden pro Woche erhöht wurde. Seit dem 1. Oktober gilt ein Waffenverbot. Im kommenden Frühjahr soll auf dem Heidi-Kabel- und dem Hachmannplatz, die beide direkt am Hauptbahnhof liegen, das Trinken von Alkohol verboten werden.

© dpa
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