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Millionen-Verlust: FC St. Pauli will Genossenschaft gründen

Sportlich läuft es beim Zweitliga-Ersten FC St. Pauli. Wirtschaftlich ist es schwierig. Der Club macht trotz Rekordumsatz einen Verlust. Präsident Oke Göttlich kündigt einen ungewöhnlichen Plan an.
Präsident Oke Göttlich vom FC St. Pauli
Oke Göttlich, Präsident des FC St. Pauli, spricht während der Mitgliederversammlung. © Gregor Fischer/dpa

Fußball-Zweitligist FC St. Pauli will seine wirtschaftliche Situation mit der Gründung einer Genossenschaft verbessern und mehr Eigenkapital aufbauen. Das kündigte Präsident Oke Göttlich am Donnerstagabend auf der Mitgliederversammlung des Vereins im Hamburger Congress Centrum an.

Der Verein habe «eine Idee aus der Mitgliedschaft wiederbelebt und in den vergangenen Monaten geprüft, diskutiert und vorangetrieben», sagte Göttlich vor den mehr als 700 stimmberechtigten Mitgliedern des Zweitliga-Tabellenführers. «Es geht um ein Finanzierungsmodell, das zum FC St. Pauli passt, das auf Teilhabe basiert.» Die Voraussetzungen sollen bis zum ersten Halbjahr 2024 geschaffen werden, um eine Genossenschaft zu gründen. «Wir haben den Mut, diesen Schritt zu gehen, aus uns heraus eine eigene Finanzierung auf die Beine zu stellen», sagte er. Weitere Details nannte er nicht.

Wirtschaftlich befindet sich der FC St. Pauli nach den Corona-Jahren wieder auf Wachstumskurs, musste aber im Geschäftsjahr 2022/23 einen Verlust von 4,9 Millionen Euro hinnehmen. Der Umsatz stieg auf die Rekordmarke von 62 Millionen Euro. Im vergangenen Jahr waren noch etwa 50 Millionen Euro verkündet und ein Gewinn von etwa 300.000 Euro verbucht worden.

Der neue Finanzchef Wilken Engelbracht führte mehrere Gründe für das Minus an. Vor allem der Bereich Merchandising trug mit einem Fehlbetrag von 1,6 Millionen Euro zum Verlust maßgeblich bei. Die Auslagerung der Logistik und Warenwirtschaft des Merchandisings sowie Ertragsausfälle im Herbst und Winter 2022 durch die WM in Katar und der damals sportlich unbefriedigenden Situation des Vereins verhinderten nach seinen Angaben ein positives Ergebnis.

Der seit dem 1. November amtierende Engelbracht betonte, dass der FC St. Pauli kein Ertragsproblem habe. Doch Ertrag und Aufwand müssten wieder in Balance gebracht werden.

© dpa
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