Göttlich: «Beim FC St. Pauli gehört Politik ins Stadion»

Der FC St. Pauli hat eingeräumt, dass der Club ein Mitspracherecht hat, welche Nationalteams bei der Fußball-EM 2024 im Hamburger Millerntor-Stadion trainieren dürfen und welche nicht. «Wir haben deutlich gemacht, dass es Bedenken geben könnte bei bestimmten Ländern», sagte Oke Göttlich in einem am Montag auf der Vereinshomepage veröffentlichten Interview. Das OK habe die Bedenken aufgenommen, sei dem Verein entgegengekommen und habe diese Position auch gegenüber der UEFA vertreten. «Dafür danken wir insbesondere (OK-Chef) Philipp Lahm», betonte der Präsident des Zweitligisten.
Oke Göttlich, Präsident des FC St. Pauli, steht während der Mitgliederversammlung auf der Bühne. © Gregor Fischer/dpa/Archivbild

Er bestätigte damit einen Bericht der «Süddeutschen Zeitung» aus dem Juni. Es sei jedoch zu früh darüber zu spekulieren, welche Staaten betroffen sein könnten. «Der Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine hat gerade erst gezeigt, wie schnell sich die politische Landkarte in Europa radikal verändern kann», sagte der 46 Jahre alte Clubchef in dem Zusammenhang. Zudem haben die EM-Qualifikationsspiele noch nicht begonnen und stehen die Endrunden-Teilnehmer erst Ende 2023 fest.

Für den Kiezclub sei es eine Selbstverständlichkeit, bei der Nutzung des Millerntor-Stadions mitzubestimmen, betonte Göttlich. «Beim FC St. Pauli gehört Politik ins Stadion - und das gilt auch während der Europameisterschaft.» Das Millerntor dürfe dabei aber nicht seinen Charakter verlieren, etwa durch das Abhängen von Schriftzügen wie «Kein Mensch ist illegal» und «Kein Fußball den Faschisten» auf den Tribünen oder der Regenbogenflagge auf der Südtribüne. Die Nutzung der Arena dürfe «nicht im Widerspruch zu diesen klaren Aussagen stehen», hieß es in der Vereinsmitteilung weiter.

© dpa
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