Hamburg-Marathon: Äthiopierin mit Weltklassezeit bei Debüt

24.04.2022 Beim Hamburg-Marathon purzeln die Streckenrekorde. Bei den Männern gewinnt ein Kenianer, bei den Frauen überrascht eine Äthiopierin. Es ist ihr Debüt auf der langen Distanz! Sie bekommt die höchste Prämie.

Cybrian Kotut aus Kenia feiert seinen Sieg beim Hamburg-Marathon. © Christian Charisius/dpa

Nach zwei Jahren der Absagen und Verschiebungen ist die 36. Auflage des Hamburg-Marathons zum Rekordrennen geworden. In einem spannenden Duell siegte bei den Männern Cybrian Kotut aus Kenia in 2:04:47 Stunden vor Debütant Stephen Kissa aus Uganda, der sich um eine Sekunde geschlagen geben musste. Das Duo blieb deutlich unter dem bisherigen Streckenrekord des Kenianers Eliud Kipchoge von 2:05:30 Stunden aus dem Jahr 2013. Beim bisher schnellsten Marathon-Rennen in der Hansestadt unterboten selbst Workineh Tadesse (Äthiopien/2:05:07) als Dritter und Victor Kiplangat (Uganda/2:05:09) als Vierter die Bestmarke von Kipchoge.   

Überstrahlt wurde das Ergebnis bei den Männern jedoch von Yalemzerf Yehualaw. Die 22-jährige Äthiopierin kam bei ihrem Debüt nach 2:17:23 Stunden ins Ziel und lieferte damit eine Weltklassezeit ab. Sie unterbot nicht nur die alte Hamburger Rekordmarke von 2:21:55, die Meselech Melkamu aus Äthiopien 2016 aufgestellt hatte, sondern erhielt neben 25 000 Siegprämie eine extra ausgelobte Zeitprämie von 40 000 Euro. Die Prämie für die schnellste Debützeit weltweit hatte zuletzt die Britin Paula Radcliffe kassiert. 2002 in London lief sie 2:18:56 Stunden.

Dagegen mussten sich die Männer trotz des Streckenrekordes bescheiden. Routinier Kotut erhielt für seinen Sieg 40 000 Euro, während sich Kissa trotz der Winzigkeit von nur einer Sekunde Rückstand mit 17 500 Euro begnügen musste.

Erfreulich war auch das Abschneiden der deutschen Topläuferinnen. Kristina Hendel (LG Braunschweig) blieb in 2:27:29 eine Sekunde unter ihrer persönlichen Bestzeit und auch deutlich unter den Normen für WM (2:29:30) und EM (2:32:30). «Es war echt hart», sagte die Gesamtfünfte im NDR-Fernsehen. Ob die gebürtige Kroatin in Zukunft tatsächlich für den DLV starten darf, soll sich in Kürze entscheiden. Deborah Schöneborn (SCC Berlin) kam als Neunte ins Ziel und war mit ihrer Zeit von 2:29:51 «sehr zufrieden».

Bei den deutschen Männern lief es dagegen nicht rund. Philipp Pflieger (SCC Berlin) stieg nach rund 30 Kilometern aufgrund von Rückenbeschwerden aus. Auch sein Berliner Teamkamerad Johannes Motschmann bekam auf den letzten Kilometern Probleme und blieb mit der Zeit von 2:17:08 deutlich hinter seinen Erwartungen zurück. Bester Deutscher war Florian Röser vom TV Konstanz (2:15:03), der auf Platz 21 kam.

© dpa

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