Nord-FDP für stärkere Nutzung von Biogas

Reserven beim Biogas: Die FDP im Norden sieht ungenutzte Potenziale in beträchtlichem Umfang. Der Bund soll gesetzliche Hürden abbauen. Der Landesregierung bescheinigen die Liberalen Wissenslücken.
Eine Biogasanlage in der Nähe von Wahlstedt (Kreis Segeberg). © picture alliance / Carsten Rehder/dpa/Archivbild

Die FDP im Kieler Landtag macht sich stark für eine stärkere Nutzung von Biogas. «Schätzungen gehen davon aus, dass wir die Biogasmenge um 20 Prozent erhöhen können, wenn die gesetzlichen Beschränkungen für Anlagenbetreiber flexibilisiert werden», sagte der Energiepolitiker Oliver Kumbartzky der Deutschen Presse-Agentur. «Um unsere Unabhängigkeit bei der Energie- und vor allem der Gasversorgung weiter zu erhöhen, müssen wir auch die noch ungenutzten Potenziale der Biogaserzeugung voll ausschöpfen.» Gesetzliche Hemmnisse sollten vom Bund zügig abgebaut werden, um Betrieben und Anlagenbetreibern Planungssicherheit zu geben.

«Aber nicht nur Berlin ist gefragt, sondern auch Kiel», sagte Kumbartzky. «Es kommt darauf an, dass sich auch die Landesregierung zu einer modernen, produktiven und nachhaltig effizienten Landwirtschaft bekennt.» Angesichts der Energieknappheit und steigender Lebensmittelpreise seien immer weiter gehende «Extensivierungsphantasien» nicht nachvollziehbar. Die Aussetzung von Flächenstilllegungen für das nächste Jahr sei ein erster Schritt in die richtige Richtung gewesen.

Von den Antworten des Energieministeriums auf eine Kleine Anfrage von ihm zur Biogaserzeugung im Land zeigte Kumbartzky sich enttäuscht. «Sie zeigen, dass die Landesregierung erschreckend wenig über das große Potenzial von Biogas weiß», sagte er. Das Thema dürfe aber nicht ausgeblendet werden.

«Der Landesregierung liegen keine betrieblichen Informationen über die Betriebsführung einzelner Biogasanlagen vor», hieß es zum Beispiel auf eine Frage Kumbartzkys nach der Auslastung. «Die Auslastung der Anlagen ist stark abhängig von der Menge, der Art, der Zusammensetzung und der Qualität der eingesetzten Stoffe und den Vermarktungserlösen für Strom und Wärme.» Dokumentations- und Meldepflichten hierzu bestünden nicht.

© dpa
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