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Land will Versorgung von Patienten mit Post-Covid verbessern

Tausende Menschen haben in Schleswig-Holstein mit Post-Covid gekämpft oder leiden immer noch. Mit zwei Ambulanzen in Kiel und Lübeck und einer neuen Studie will die Regierung deren Versorgung verbessern. Dafür will Schwarz-Grün 3,5 Million bereitstellen.
Coronavirus
Eine undatierte elektronenmikroskopische Aufnahme zeigt das Coronavirus SARS-CoV-2. © NIAID-RML/AP/dpa/Symbolbild

Mit Hilfe von zwei Ambulanzen in Kiel und Lübeck will die Landesregierung die Versorgung von Patientinnen und Patienten verbessern, die an Long- oder Post-Covid leiden. «Das Leiden der Betroffenen ist zum Teil groß, gleichzeitig fehlen bisher Ansätze zu gezielten Therapien», sagte Kerstin von der Decken (CDU) am Dienstag nach einer Kabinettssitzung. Forschende am Universitätsklinikum (UKSH) in Kiel sollen zudem Langzeitfolgen von Infektionskrankheiten wie Covid-19 in einer Studie untersuchen.

Noch werde nach wirksamen Therapien gesucht, «weil wir noch zu wenig wissen», sagte Wissenschaftsministerin Karin Prien (CDU). Das Kabinett beschloss eine Förderung der drei Projekte in Kiel und Lübeck mit insgesamt 3,55 Millionen Euro. Darüber muss aber letztlich erst der Landtag entscheiden.

Mit 2,43 Millionen will die Regierung Versorgungskonzepte an beiden Standorten des UKSH fördern, darunter Ambulanzen für Erwachsene in Kiel sowie für Kinder und Jugendliche in Lübeck. Das Projekt soll bis 2026 laufen. Erster Ansprechpartner für Patientinnen und Patienten soll aber weiter der Hausarzt bleiben.

«Wir sehen derzeit, dass Patienten häufig orientierungslos von Arzt zu Arzt weitergereicht werden», sagte Professor Jan Heykendorf vom UKSH. Künftig sollen Haus- oder Fachärzte diese an die Ambulanzen verweisen. Aus einer anderen Covid-Studie der Wissenschaftler gibt es bereits ein Tool, um den individuellen Schweregrad von Post-Covid zu ermitteln.

Nach Angaben von UKSH-Professor Thomas Bahmer leidet etwa jeder achte Patient unter Long- oder Post-Covid. Long-Covid bezeichnet gesundheitliche Beeinträchtigungen in den ersten zwölf Wochen nach einer Ansteckung mit dem Coronavirus, Post-Covid Symptome, die auch danach nicht abflauen oder wieder auftreten. In den vergangenen Jahren habe die Zahl der Fälle über die unterschiedlichen Virusvarianten hinweg aber abgenommen, sagte Bahmer.

«Wir reden von Tausenden von Fällen», sagte Heykendorf. Mit ersten Ergebnissen der Studie rechnet er frühestens nach zwei bis drei Jahren. Dafür will die Regierung 1,125 Millionen Euro bereitstellen. Expertinnen und Experten aus dem Norden seien mit Studien zu Corona auch international sichtbar, sagte Prien.

«Systematische Vergleiche mit Zuständen nach anderen Atemwegsinfektionen, wie beispielsweise Influenza, die eine genauere Einordnung von SARS-CoV-2 erlauben würden, fehlen bislang», sagte Heykendorf. Die Studie solle Post-COVID mit Folgen anderer Infektionen vergleichen. «Dies soll auch einen wichtigen Beitrag zur Ursachenforschung und damit auch für mögliche Therapieansätze leisten.» An der Studie sollen 500 Erwachsene und 200 Kinder oder Jugendliche teilnehmen.

Gesundheitsministerin von der Decken bezeichnete die Corona-Lage in Schleswig-Holstein trotz ansteigender Zahlen als ruhig. «Im Augenblick muss man sich noch keine großen Gedanken machen.»

© dpa
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