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Land steckt beim Bildungsmonitor im Mittelfeld fest

Schleswig-Holstein kommt beim Bildungsmonitor im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) nicht recht voran. Das nördliche Bundesland landet auf Platz 9 der 16 Bundesländer, wie die Initiative am Mittwoch mitteilte. Schleswig-Holstein verbessert sich damit im Gesamtergebnis im Zehn-Jahres-Vergleich nur um 0,7 auf 43,9 Punkte. Die Vergleichsstudie bewertet anhand von 98 Indikatoren in 13 Handlungsfeldern, inwieweit ein Bundesland Bildungsarmut reduziert, zur Fachkräftesicherung beiträgt und Wachstum fördert.
Schulklasse
Ein Schüler sitzt in einem Klassenzimmer. © Marijan Murat/dpa/Symbolbild

Stärken weist Schleswig-Holstein dabei in den Feldern Bildungsarmut, Integration und Schulqualität auf. In Grundschulen erreiche ein relativ hoher Anteil der Kinder die Mindeststandards im Lesen. Dort sei der Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und Bildungserfolg der Kinder vergleichsweise gering. In den Grundschulen erreichen die Kinder den Ergebnissen zufolge bundesweit die besten Durchschnittskompetenzen im Hörverstehen.

Verbesserungspotenzial sehen die Macher der Studie in den Feldern Förderinfrastruktur und Hochschulen. Nur wenige Kinder besuchten Ganztagseinrichtungen in Kitas und Schulen. Sehr wenige Beschäftigte in Hochschulen kämen aus den MINT-Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik.

Das führende Bundesland Sachsen kommt auf 63,4 Punkte, das Schlusslicht Bremen auf 36,4 Punkte. Aufsteiger innerhalb von zehn Jahren ist das Saarland mit einem Plus von 7,1 Punkten, Absteiger ist Baden-Württemberg mit einem Minus von 9,6 Punkten.

Der Bildungsmonitor des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) wird seit 2004 jährlich im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft erhoben, die von der Metall- und Elektro-Industrie finanziert wird.

Bildungsministerin Karin Prien (CDU) wies darauf hin, dass Schleswig-Holstein vor allem im Schulbereich seit drei Jahren beachtliche Erfolge erzielt habe, besonders im Kampf gegen Bildungsarmut und bei einer besseren Schulqualität. Das Handlungsfeld Integration, das im vergangenen Jahr noch als verbesserungswürdig eingestuft wurde, ist laut dem aktuellen Bildungsmonitor nun eine Stärke des Landes.

Der FDP-Fraktionschef im Landtag, Christopher Vogt, forderte erhebliche Korrekturen in der Bildungspolitik. Die FDP-Fraktion schlage deshalb eine Grundschuloffensive und deutlich mehr Tempo beim Ganztagsausbau vor.

Viel bedenklicher als eine nur mittelmäßige Platzierung ist aus Sicht der Bildungsgewerkschaft GEW der allgemeine Abwärtstrend in der Bildung. Besonders bitter stoße der hohe Anteil an Schülerinnen und Schülern in Schleswig-Holstein ohne Schulabschluss auf. Die Landesregierung müsse bessere Bedingungen für Kitas, Schulen und Hochschulen schaffen. Für den schlecht dastehenden Ganztag gelte das in besonderem Maße.

© dpa
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