Polizeitaucher suchen weiter nach Leichenteilen

Zwei Tage nach dem Fund von Leichenteilen in einem Kanal in Hamburg gibt der grausige Fall den Ermittlern Rätsel auf. Weder Identität noch Geschlecht des oder der Toten sind geklärt. Taucher suchen im kalten Wasser weiter nach Beweisen.
Ein Blaulicht leuchtet auf dem Dach eines Polizeiwagens. © David Inderlied/dpa/Symbolbild

Nach dem Fund von Leichenteilen in einem Kanal in Hamburg-Wilhelmsburg haben Polizeitaucher weitere Beweise gesichert. Ein Großteil des Körpers sei inzwischen gefunden worden, sagte ein Polizeisprecher am Dienstag. Dpa-Fotografen berichteten von einem knappen Dutzend braunen Papiertüten mit weiteren Beweismitteln, die bei einem erneuten Tauchereinsatz am Rand des Ernst-August-Kanals aufgereiht gestanden hätten. Dort hatte ein Angler am Sonntag unter einer Eisenbahnbrücke menschliche Überreste im Wasser entdeckt.

Angaben zur Identität oder Todesursache konnte der Sprecher noch nicht machen. Auch das Geschlecht des oder der Toten habe aufgrund des Verwesungsgrades der Leiche noch nicht bestimmt werden können. Ein Damenschuh, der am Sonntag gefunden worden war und in dem sich Knochen befanden, sei lediglich ein Hinweis darauf, dass es sich um eine Frau handeln könnte, sagte er.

Wie lange genau die Leichenteile im Wasser lagen, sei ebenfalls noch unklar. Hinweise, dass der oder die Tote zerstückelt wurde, gab es laut Polizei nicht. Die Ermittlungen der Mordkommission und der Staatsanwaltschaft dauerten an. «Wir erhoffen uns weitere Erkenntnisse durch die rechtsmedizinische Untersuchung», sagte der Sprecher.

Der Fall lässt Erinnerungen an den Mord an einer Prostituierten wach werden, die unter dem Namen Rosa in Hamburg-St. Georg gearbeitet hatte. Sie war im Sommer 2017 getötet und ihr Körper zerstückelt worden. In den folgenden Wochen waren immer wieder Leichenteile verstreut in der Elbe und im Goldbekkanal entdeckt worden. Der Fall ist bis heute ungeklärt. Einen erkennbaren Zusammenhang mit dem Fund der Leichenteile in Wilhelmsburg gibt es nach Angaben der Polizei bislang jedoch nicht.

© dpa
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