Fliegerbombe in Hamburg-Wilhelmsburg entschärft

Die Entschärfung einer 1000-Pfund-Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg hat in Hamburg-Wilhelmsburg zu erheblichen Behinderungen im Feierabendverkehr geführt. Viele Menschen mussten zudem ihre Wohnungen verlassen.
Die Fundstelle des 1000-Pfund-Blindgängers in rund neun Metern Tiefe. © Steven Hutchings/dpa

Sprengstoffexperten haben am Dienstag im Hamburger Stadtteil Wilhelmsburg eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft. «Die Bombe wurde entschärft. Alle Maßnahmen werden zurückgenommen», twitterte die Feuerwehr am Abend. Die 1000-Pfund-Bombe amerikanischer Bauart mit Heckaufschlagzünder war auf einer Baustelle bei Sondierungsarbeiten in neun Metern Tiefe entdeckt worden.

Für die Entschärfung wurde ein 300-Meter-Evakuierungsbereich eingerichtet, in dem rund 4500 Menschen gemeldet sind. Zudem gab es einen 1000-Meter-Warnradius, innerhalb dessen sich niemand im Freien aufhalten sollte. Für die Betroffenen war in einer Stadtteilschule eine Notunterkunft eingerichtet worden. Betreut wurden sie vom Deutschen Roten Kreuz.

Der Bombenfund hatte auch teils erhebliche Auswirkungen auf den Straßen- und Bahnverkehr. Nach Angaben der S-Bahn Hamburg fuhr die S3 im Feierabendverkehr von 18.30 Uhr an nicht mehr zwischen Hammerbrook und Harburg, die S31 verkehrte nur zwischen Altona und Berliner Tor. Von dort fuhren den Angaben zufolge Busse ohne Halt bis Harburg.

Im Regional- und Fernverkehr kam es nach Angaben der Deutschen Bahn zu Verspätungen, Fernzüge wurden im Hauptbahnhof Hamburg zurückgehalten. Betroffen gewesen seien alle Züge, die zwischen Harburg und Hamburg über die Elbe fahren - etwa Richtung Bremen, Osnabrück, Köln oder Hannover. Auch die Bundesstraße B75 musste zwischen den Anschlussstellen Georgswerder und Kornweide vorübergehend gesperrt werden, wie die Polizei twitterte.

Die Bombenentschärfung hatte auch Auswirkungen auf einen Auftritt der Basketball-Showgruppe Harlem Globetrotters. Da die edel-optics.de- Arena innerhalb des Warnradius lag, musste die Show abgesagt werden. «Wir arbeiten an einem Nachholtermin im Frühjahr, der zeitnah bekannt gegeben wird», teilte der Veranstalter FKP Scorpio auf seiner Homepage mit.

© dpa
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