Keine Hoffnung auf rasche Wiederaufnahme des Schiffsverkehrs

Nach der Kollision eines finnischen Spezialschiffs mit den Holtenauer Hochbrücken in Kiel bleibt der Nord-Ostsee-Kanal vorerst gesperrt. Die Hoffnung auf eine rasche Wiederaufnahme des Schiffsverkehrs habe sich zerschlagen, sagte ein Sprecher der WSA Nord-Ostsee-Kanal am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. Bei der Begutachtung des am Kanalufer liegenden havarierten Schiffes habe sich herausgestellt, dass der Kran an Deck durch den Unfall so stark beschädigt worden sei, dass er nicht mehr sicher stehe. Entsprechend groß sei die Gefahr, dass Wellen eines vorbeifahrenden Schiffes zu einem weiteren Unglück führten. Das havarierte Schiff selbst dürfe ebenfalls nicht bewegt werden.
Schiffe warten im Nord-Ostsee-Kanal auf die Durchfahrt der Hochbrücke in Kiel-Holtenau. © Axel Heimken/dpa

Der Sprecher sagte, nun müsse am Donnerstag erst ein Kranspezialist die Lage begutachten. Erst danach könne entschieden werden, wie es weitergehe. Der Ausleger des 38 Meter hohen Krans an Bord des Spezialschiffs hatte am Mittwoch gegen 4.30 Uhr auf seiner Fahrt in Richtung Brunsbüttel kurz nach dem Durchlaufen der Holtenauer Schleuse die Brücken getroffen. Deswegen müssen nun nicht nur Schiffe, sondern auch Autos, Lastwagen, Fahrradfahrer und Fußgänger vorerst ausweichen.

© dpa
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