Sozialministerin will Kita-Personal aufstocken

Die Kita-Qualität verbessern - das hat sich nach Jamaika auch Schwarz-Grün auf die Fahnen geschrieben. Dafür soll es mehr Personal geben. Im ersten Schritt sollen neue Beschäftigte die pädagogischen Fachkräfte entlasten.
Aminata Touré (Bündnis 90/Die Grünen) spricht. © Frank Molter/dpa/Archivbild

Die neue Sozialministerin Aminata Touré sieht in der weiteren Qualitätsverbesserung der Kita-Betreuung eine zentrale Aufgabe ihres Hauses. Ein erstes Ziel bestehe darin, mit zusätzlichem Personal die pädagogischen Fachkräfte zu entlasten, sagte die Grünen-Politikerin der Deutschen Presse-Agentur. Dafür sollen neue Beschäftigte eingestellt werden, die andere Aufgaben erledigen, zum Beispiel im Verwaltungs-, Organisations- und Servicebereich. «Dafür werden wir einen sogenannten Personalergänzungsfonds kurzfristig auf den Weg bringen.» Dies werde eine der ersten Maßnahmen unter ihrer Verantwortung sein.

Auf dieses Vorgehen hatten sich CDU und Grüne grundsätzlich in ihren Koalitionsverhandlungen verständigt. Nun werde zügig die Erarbeitung eines Konzeptes auf den Weg gebracht, sagte Touré. Wie viele neue Kräfte aus dem geplanten Fonds finanziert werden können, sei in den Haushaltsberatungen zu klären.

In der vergangenen Wahlperiode hatte die Landesregierung den Fachkräfte-Kind-Schlüssel in den Kitas auf 2,0 verbessert. «Das langfristige Ziel bleibt, von 2,0 auf 2,5 zu kommen», sagte Touré. Dies würde mindestens 50 Millionen Euro Mehrkosten im Jahr bedeuten. Kurzfristig gehe es aber erst einmal darum, die pädagogischen Fachkräfte zu entlasten. «Wir müssen darüber natürlich auch mit den Trägern, den Fachkräften und Elternvertretungen sprechen», sagte die Ministerin.

«Aber wir können uns die Fachkräfte auch nicht schneidern - nur weil wir das politisch wollen, ist das ja noch lange nicht Realität.» Deshalb sei der Fachkräfte-Kind-Schlüssel von 2,5 auch als langfristiges Ziel formuliert worden. «Der erste Schritt ist der Personalergänzungsfonds, der zweite Schritt muss sein, mehr in Ausbildung zu investieren und auch in die Ausbildungsvergütung.»

© dpa
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