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Kiels Handballer besiegen Hamburg mit 34:23

Beim vierten Saisonsieg lässt der THW Kiel den Gästen vom HSV Hamburg keine Chance. Ein Torwart und ein Phänomen machen den Unterschied zugunsten des deutschen Rekordmeisters aus.
Niclas Ekberg
Kiels Niclas Ekberg feiert einen Treffer. © Axel Heimken/dpa

Entspannt lächelnd stellte sich Harald Reinkind den Fragen der Journalisten. «Wir haben unsere Spielfreude wiedergefunden», sagte der norwegische Rückraumspieler vom Handball-Rekordmeister THW Kiel nach dem wichtigen Bundesliga-Erfolg gegen den HSV Hamburg. Mit einem 34:23 (19:15) hatte sich der Titelverteidiger aus seiner Ergebniskrise gespielt. Zuletzt hatten die Kieler drei Bundesligaspiele in Serie verloren und waren zudem aus dem Pokal ausgeschieden.

Der THW Kiel musste am Sonntag gegen die Hamburger krankheitsbedingt auf Kreisläufer Hendrik Pekeler und Schlussmann Tomas Mrkva verzichten. Das Torhüter-Gespann bildeten der nach verpflichtete Samir Bellahcene und der erst 19 Jahre alte Magnus Bierfreund. Die Gastgeber ließen sich von dieser Schwächung nichts anmerken, hatten die Partie beim 10:5 (14. Minute) scheinbar im Griff.

Kiel hatte Glück, dass ein hartes Einsteigen von Patrick Wiencek gegen Leif Tissier nur mit einer Zeitstrafe geahndet wurde. Dennoch wurde Hamburg in der Folge stärker, holte bis zum 14:14 (25.) auf. «Wir wollten das Momentum nutzen. Das ist uns am Anfang auch gelungen», sagte HSVH-Trainer Torsten Jansen nach dem Spiel. Nach dem Ausgleich habe sich seine Mannschaft dann aber «drei abenteuerliche Fehler» geleistet.

Und so übernahm nach dem Zwischenhoch der Gäste der THW wieder das Kommando. Gestützt auf den immer stärker werdenden Bellahcene wuchs der Vorsprung an. In der 42. Minute traf der spielfreudige Elias Ellefsen á Skipagötu bereits vorentscheidend zum 25:18. Die Gäste, die zuvor vier Spiele gewonnen hatten, machten zu viele Fehler, um die Kieler ernsthaft noch einmal in Gefahr zu bringen.

«Ich bin froh, dass sich die Jungs für die geleistete Arbeit belohnen konnten», sagte THW-Coach Filip Jicha. Der Tscheche sah in der Abwehrleistung einen der Schlüssel zum Sieg. Ein besonderes Lob verteilte er dabei an Kapitän Domagoj Duvnjak: «Duel ist ein Phänomen», sagte Jicha. Während sich der THW auf 8:6 Punkte verbesserte, stehen die Hamburger bei 8:8 Zählern.

Viel Zeit zur Regeneration ist beiden Mannschaften nicht vergönnt. Der THW empfängt am Mittwoch (20.45 Uhr/Dyn) in der Champions League den polnischen Meister Industria Kielce, der weiter auf den Ex-Kieler und deutschen Nationaltorhüter Andreas Wolff (Reha nach Bandscheibenvorfall) verzichten muss. Der HSVH hat am Donnerstag (19.00 Uhr/Dyn) den TVB Stuttgart zu Gast.

© dpa
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