Vitali und Natalia Klitschko lassen sich scheiden

Der Bürgermeister der ukrainischen Hauptstadt Kiew, Vitali Klitschko, und seine in Deutschland lebende Frau Natalia wollen sich scheiden lassen. «Das ist der Wunsch beider Seiten», sagte der 51-Jährige der ukrainischen Internetseite «Babel» in einem am Montag veröffentlichten Interview. Seine Noch-Ehefrau (48), die bereits vor Jahren nach Hamburg gezogen ist, und er hätten aber weiterhin eine gute Beziehung und achteten einander, betonte Klitschko. Natalia Klitschko äußerte sich am Dienstag bei Instagram und schrieb auf Deutsch: «Unsere Scheidung ist eine bewußte, ausgewogene und einvernehmliche Entscheidung.»
Vitali Klitschko und seine Ehefrau Natalia Klitschko bei einem Empfang zum Eurovision Song Contest (ESC) in der Deutschen Botschaft. © picture alliance/Julian Stratenschulte/dpa/Archivbild

Vitali und Natalia haben zwei Söhne und eine Tochter im Alter zwischen 17 und 22 Jahren. Geheiratet hatten die beiden vor 26 Jahren im April 1996 in Kiew.

«Die Kinder sind bereits erwachsen und das Leben geht weiter», sagte der Ex-Boxweltmeister, der seit 2014 die Hauptstadt des osteuropäischen Landes anführt, das sich mittlerweile seit fast einem halben Jahr gegen einen russischen Angriffskrieg verteidigt. Es sei ja kein Geheimnis, dass Natalia und er seit Jahren in verschiedenen Ländern lebten, fügte Klitschko hinzu. «Viele Jahre lang verschiedene Interessen, unterschiedliche Leben. Und wir haben nun beschlossen, das offiziell zu machen.»

Ähnlich äußerte sich Natalia: «In den letzten Jahren haben wir uns, auch aufgrund der räumlichen Distanz, immer mehr auseinander gelebt. Wir haben drei wunderbare Kinder großgezogen und bleiben gemeinsam für immer als Eltern für sie da. Zwischen Vitali und mir besteht nach wie vor eine freundschaftliche Beziehung, die von gegenseitigem Respekt geprägt ist.»

Auf die Frage, ob sein Herz nun wieder frei sei, antwortete Vitali, dieses sei derzeit völlig von Kiew vereinnahmt. Dann zitierte er die Hymne der Drei-Millionen-Einwohner-Metropole: «Wie kann man dich nicht lieben, Kiew mein?»

Klitschko trat vor allem in den ersten Kriegswochen öffentlich häufig in Erscheinung, als russische Truppen bis in Kiewer Vororte vorrückten. Immer wieder richtete sich der Politiker damals in Videoansprachen an seine Mitbürger, informierte über das Kampfgeschehen und sprach Mut zu. Natalia wiederum beteiligte sich in Hamburg an Anti-Kriegs-Kundgebungen.

Vitali Klitschko war vor seinem Einstieg in die ukrainische Politik mehrfacher Boxweltmeister im Schwergewicht. Zusammen mit seinem fünf Jahre jüngeren Bruder Wladimir dominierte er jahrelang das Profiboxen. Insbesondere der Stadt Hamburg, wo ihre Box-Weltkarrieren starteten, sind die Klitschkos eng verbunden.

© dpa
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