Ausstellung zum 150. Jubiläum der Hamburger Feuerwehr

Die Hamburger Feuerwehr feiert ihr 150. Jubiläum. Eine Ausstellung im Rathaus beleuchtet ihre Geschichte. Die Schau will auch die Frage beantworten, warum es nach dem Großen Brand von 1842 noch 30 Jahre dauerte, bis die Hansestadt eine Berufsfeuerwehr bekam.
Die Nachbildung eines Spritzenmannes und ein Spritzenwagen. © picture alliance / Daniel Reinhardt/dpa/Archivbild

Mit einer Ausstellung im Rathaus macht die Hamburger Berufsfeuerwehr auf ihre 150-jährige Geschichte aufmerksam. Auf 48 Tafeln werde eine Chronik vom Großen Brand 1842 über die Gründung der Berufsfeuer 1872 und den Zweiten Weltkrieg bis zur Gegenwart dargestellt, sagte ein Sprecher der Feuerwehr. Die Ausstellung kann von Dienstagnachmittag an bis zum 25. November in der Rathausdiele besichtigt werden.

Die Autoren der Schau gehen nach Angaben des Sprechers auch der Frage nach, warum es nach dem Großen Brand 30 Jahre dauerte, um eine ständige Berufsfeuerwehr zu gründen. Im Mai 1842 hatte das Feuer weite Teile der Innenstadt verwüstet. Nach Angaben von Historikern wurden 1750 Häuser und 100 Speicher zerstört, 51 Menschen kamen ums Leben, 20 000 verloren ihre Wohnung. Die 1150 «Wittkittel», wie die Hamburger Feuerwehrleute wegen ihrer weißen Leinenkleidung damals hießen, konnten der Flammen nur dank der Verstärkung aus dem Umland Herr werden.

Trotz der Katastrophe habe sich Hamburg mit der Einführung einer scheinbar unproduktiven Neueinrichtung wie einer ständigen Feuerwehr lange Zeit nicht anfreunden können, schreibt der Verein der Hamburger Feuerwehr-Historiker. Auch die Kosten seien ungewöhnlich hoch erschienen. Erst am 12. November 1872 hätten die ersten drei Feuerwachen in der Innenstadt ihren Betrieb aufgenommen. Der erste Hamburger Branddirektor Friedrich Wilhelm Kipping kam aus Danzig.

Ihre größte Bewährungsprobe erlebte die Hamburger Feuerwehr im Zweiten Weltkrieg. Ende Juli 1943 bombardierten die britische und die amerikanische Luftwaffe die Hansestadt massiv. Bei der «Operation Gomorrha» starben nach Angaben des Mahnmals St. Nikolai 34 000 Menschen. Rund 40 000 Wohnhäuser mit 263 000 Wohnungen und damit etwa die Hälfte aller Hamburger Wohnungen seien vernichtet worden.

Heute hat die Berufsfeuerwehr rund 3000 Beamte und Angestellte. Großbrände kommen nur sehr selten vor. Zum 150. Jubiläum soll es am Freitag eine Feierstunde im Rathaus geben. Für Samstag ist ein Trompetensignal geplant, das von vier Drehleitern vor der Petrikirche geblasen wird.

© dpa
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