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Hering und Dorsch: «Unvermeidbare Beifangmengen zulassen»

Die Umweltschutzorganisation WWF hat die EU-Agrarminister aufgefordert, für Hering und Dorsch nur noch unvermeidbare Beifangmengen zuzulassen. «Die aktive Fischerei sollte unbedingt geschlossen bleiben, wenn eine Chance auf Erholung der Bestände erreicht werden soll. Beim Dorsch zählt jeder Fisch, der im Wasser bleibt», sagte WWF-Fischereiexpertin Stella Nemecky laut einer Mitteilung vom Freitag in Hamburg. Die EU-Agrarminister treffen sich am Montag und Dienstag in Luxemburg und sprechen dort unter anderem über Fischfangquoten für das kommende Jahr in der Ostsee.
Umweltschutzorganisation WWF
Das WWF-Logo ist auf einem Aufsteller zu sehen. © Jens Kalaene/ZB/dpa/Archivbild

Hering und Dorsch galten traditionell als die Brotfische der deutschen Ostseefischer und waren wichtig für deren Auskommen. Überfischung, Nährstoff-Einträge vor allem aus der Landwirtschaft und der Klimawandel machen dem Bestand aber zu schaffen. Das hat in den vergangenen Jahren schon zu sehr restriktiven Fangvorgaben geführt. Dadurch ist die deutsche Ostseefischerei in eine Krise geraten.

«Nur stabile Fischbestände in einem guten biologischen Zustand können nachhaltig befischt werden», hob Agrarminister Cem Özdemir (Grüne) vor dem Treffen in Luxemburg hervor. «Einschränkungen für die Küstenfischerei jedoch, die über die wissenschaftlichen Empfehlungen hinausgehen, können wir nicht mittragen.» Entsprechende Vorschläge der EU-Kommission müssten nachgebessert werden.

WWF-Expertin Nemecky sagte, in der Fischerei auf Sprottenschwärme gehe immer auch Hering ins Netz und in der Schollenfischerei falle Dorsch regelmäßig als Beifang an, weil das Fanggerät beide Arten vom Meeresboden aufscheucht und einfängt. «Falls die Fangmengen für Scholle und Sprotte zu hoch angesetzt werden, würden allein die anfallenden Beifangmengen der Erholung von Dorsch und Hering im Wege stehen.»

Um den Dorschbeifang zu minimieren, müsse ostseeweit selektives Fanggerät in der Schollenfischerei verpflichtend vorgeschrieben werden. Der WWF fordert zudem die Einrichtung von fischereifreien Schutz- und Schongebieten und bessere Fischereikontrollen auf See, auch für die Freizeitfischerei. «Die Freizeitfischerei auf Dorsch sollte vorerst ganz verboten werden.»

© dpa
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