Tonnenweise Drogen eingeschmuggelt: Prozess beginnt

In Containern mit Reis, Bananen und Brokkoli sollen die Drogendealer das Kokain versteckt und nach Hamburg geschmuggelt haben. Mindestens zwei Tonnen, sagt die Staatsanwaltschaft. Ein Mann, der einer der Haupttäter sein soll, steht nun vor Gericht.
Eine Figur der blinden Justitia. © Sonja Wurtscheid/dpa/Symbolbild

Sie sollen mehrere Tonnen Kokain in Containern mit Reis, Bananen oder Brokkoli aus Südamerika nach Hamburg geholt haben. Am Donnerstag (10.00 Uhr) müssen sich ein 36-Jähriger und ein 35-Jähriger dafür vor Gericht verantworten. Dann beginnt gegen die beiden vor dem Hamburger Landgericht der Prozess wegen des Verdachts des gemeinschaftlichen bandenmäßigen Handeltreibens mit Betäubungsmitteln und der Einfuhr von Betäubungsmitteln.

Der Anklage zufolge haben sie den Schmuggel von mehreren Hundert Kilogramm Kokain über den Seeweg in den Hamburger Hafen mitorganisiert und überwacht. Dafür haben sie nach Darstellung der Staatsanwaltschaft Kühlcontainer genutzt, in denen unter anderem Brokkoli aus Ecuador, Reis und Bananen transportiert worden waren. Nachdem die Container entladen waren, holten sie demzufolge die Drogen aus den Verstecken, um sie gewinnbringend weiterzuverkaufen.

In der Regel waren die in Hohlräumen im Boden oder in Wartungsklappen versteckten Lieferungen den Angaben zufolge im dreistelligen Kilogrammbereich. Etwa ein Jahr lang hatten die Hamburger Polizei und das Zollfahndungsamt gegen die Drogenbande ermittelt. 2020 gelang ihnen schließlich der Schlag gegen die organisierte Kriminalität in Norddeutschland - mehr als ein Dutzend Verdächtige wurden festgenommen. Andere Verdächtige gingen den Beamten der Staatsanwaltschaft zufolge später ins Netz.

Das nun startende Verfahren ist eines von mehreren in diesem Zusammenhang, einer der Angeklagten gilt als einer der Haupttäter. Der Staatsanwaltschaft zufolge sind in dem Komplex bereits fünf Urteile ergangen, von denen vier bereits rechtskräftig sind. Ein weiteres Verfahren gegen acht Angeklagte läuft zudem aktuell ebenfalls vor dem Landgericht. Dort werde im September mit einem Urteil gerechnet.

© dpa
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