Steigende Energiepreise spielen in Bädern kaum eine Rolle

Mancherorts werden Schwimmhallen geschlossen, weil die Energiepreise wegen des Krieges in der Ukraine und des Gas-Streits mit Russland zu stark gestiegen sind. Anderswo müssen Badende aus Kostengründen kalt duschen. In Hamburg können Wasserratten erstmal aufatmen.
Ein Schwimmer in einem Schwimmbecken. © Hauke-Christian Dittrich/dpa/Symbolbild

Steigende Preise für Energie im Zuge des russischen Krieges in der Ukraine haben derzeit keinen Einfluss auf das Schwimmen und Planschen in den Hamburger Bädern. Anders als in einigen Schwimmbädern in anderen Bundesländern würden in den Becken deshalb weder die Temperaturen gesenkt noch müsse kalt geduscht werden, wie Bäderland-Sprecher der Deutschen Presse-Agentur in Hamburg sagte. Grund dafür seien vor allem längerfristig laufende Verträge, die demnächst auch nicht ausstehen. «Ganz akut sehen wir da keine Auswirkungen, um aus diesem Grund reagieren zu müssen. Deswegen haben wir erstmal weiterhin normalen Betrieb.» Bäderland ist Europas zweitgrößter Schwimmbadbetreiber, in Hamburg ist er an 28 Standorten für Hallen- und Freibäder zuständig. Der Energieverbrauch liegt eigenen Angaben zufolge bei rund 82 Megawattstunden im Jahr.

Mittelfristig könne das Energiesparen ein Thema werden, um im Winter volle Energiespeicher zu haben. Sollte es in dieser Hinsicht eine Ansage aus der Politik geben, könne das Unternehmen auf die Erfahrungen aus der Pandemiezeit zurückgreifen. «Wir wissen, wo wir schnell sparen können und dann entsprechend Angebot einschränken könnten.» Allerdings müsse dann auch die Frage gestellt werden, «ob der Einspargewinn die Nachteile aufwiegen kann, wenn beispielsweise Kinder nicht mehr schwimmen lernen können, weil das Wasser zu kalt ist oder die Bäder geschlossen sind». Auch andere Bäderland-Angebote zur Ausbildung und zur Gesunderhaltung, wie Babyschwimmen oder Schwangerengymnastik, bräuchten eine gewisse Wassertemperatur.

Um die richtige Wohlfühltemperatur für Sportschwimmer und Planschende gleichermaßen bieten zu können, seien die Hamburger Schwimmbäder oft ohnehin schon an der Temperaturgrenze. «Da kann man gar nicht weiter runter gehen.» Das sei eher bei Becken mit Temperaturen von beispielsweise 37 Grad Celsius möglich. «Bei solchen Badewannentemperaturen kann man sicher um zwei Grad runtergehen.»

Die Bäderland-Freibäder sind dagegen komplett unbeheizt. Dort laufen seit März die Vorbereitungen für die Saison. Wenn das Wetter mitspielt, könnte sogar an einigen Standorten bereits Ende April gestartet werden. «Danach sieht es aber derzeit nicht aus», so der Sprecher. Die Vorhersagen sprächen von Regen, maximal 17 Grad und einstelligen Temperaturen nachts. Da werde das Wasser nicht wärmer als 13 bis 15 Grad sein. «Und da sollte man keinen schwimmen lassen. Das ist ja auch gefährlich - wegen möglicher Krämpfe und ähnlichem.»

© dpa
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