So soll das autonome Robotersystem eines Vorgängerprojekts ab Januar 2023 erweitert werden, um sogar in ganz flachen oder ganz tiefen Regionen der Meere arbeiten zu können. «Durch künstliche Intelligenz können Roboter eigenständig Abfall identifizieren, auffinden und aufsammeln», hieß es in der Mitteilung. Das neue System soll leistungsfähiger sein und dadurch zum Beispiel schwerere Teile heben oder Mikroplastik aufspüren können.
«Da die europäischen Meere fast eine halbe Milliarde Tonnen an Plastik jährlich aufnehmen, sind neben technischen Systemen, die Abfall aufsuchen und aufsammeln, auch gesellschaftliche Maßnahmen notwendig, um die Mengen an Müll zu reduzieren, die Menschen erzeugen und ins Meer werfen.» Unter anderem sollen im Rahmen von «SeaClear2.0» Apps, Aufräumaktionen und Ausstellungen die Bevölkerung erreichen und somit gesellschaftliche Veränderungen voranbringen.
Etwa 9 Millionen Euro fließen in das europäische Projekt - ein Großteil des Geldes kommt von der EU. In einer Projektlaufzeit von vier Jahren wollen die 13 Projektpartner drei große Pilotversuche im Mittelmeer durchführen, bevor das autonome System eingesetzt werden kann.