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Goldschmidt lobt geplante Netzentgeltreform beim Strom

Die Netzentgelte haben zu immer größeren regionalen Unterschieden bei den Strompreisen geführt. Schleswig-Holstein stand bisher auf der Verliererseite. Das soll eine Reform jetzt abmildern.
Tobias Goldschmidt (Bündnis 90/Die Grünen)
Tobias Goldschmidt (Bündnis 90/Die Grünen), Minister für Energiewende, Klimaschutz, Umwelt und Natur von Schleswig-Holstein. © Frank Molter/dpa/Archivbild

Schleswig-Holsteins Energiewendeminister Tobias Goldschmidt hat den Vorschlag der Bundesnetzagentur zur Reform der Netzentgelte beim Strom gelobt. «Der heutige Tag ist ein wichtiges Etappenziel auf der Strecke hin zur mehr Kostenfairness und Verteilungsgerechtigkeit bei der Energiewende», teilte der Grünen-Politiker am Freitag mit. Er erinnerte daran, dass Schleswig-Holstein die Reform immer wieder gefordert habe. «Den langjährigen Bemühungen folgt nun ein erstes konkretes Ergebnis.»

Ab Januar 2025 werde es merkliche Entlastungen für viele Menschen in Schleswig-Holstein geben. Nach dem aktuellem Vorschlag könnten es drei bis vier Cent pro Kilowattstunde sein, so Goldschmidt. «Wir werden die Reformvorschläge nun genau prüfen.»

Die Bundesnetzagentur stellte am Freitag ihren Vorschlag in einem Eckpunktepapier vor. «Die Energiewende ist eine Gemeinschaftsaufgabe, und Investitionen in die Netze kommen allen zugute. Wir wollen eine gerechtere Verteilung der Kosten erreichen», erklärte Behördenpräsident Klaus Müller. Die Netzentgelte sind Bestandteil des Strompreises.

Netzkosten werden über die Netzentgelte durch die Stromkunden refinanziert. Weil in weiten Teilen Nord- und Nordostdeutschlands wegen des starken Erneuerbaren-Ausbaus viel in die Netze investiert wird, sind die Netzentgelte dort merklich höher als in anderen Regionen Deutschlands.

Laut Netzagentur betragen die Entgelte in einigen Netzgebieten bis zu 15 Cent je Kilowattstunde. Andererseits gibt es Regionen, in denen sie unter 5 Cent liegen. Deutliche Unterschiede gibt es demnach auch innerhalb von Bundesländern.

Der Aufsichtsratsvorsitzende von SH Netz und Vorstandsvorsitzende der HanseWerk-Gruppe, Matthias Boxberger, hält den Vorschlag der Bundesbehörde für längst überfällig. «Die Energiewende wird nur dann Akzeptanz erfahren, wenn deren Treiber belohnt und nicht durch höhere Kosten bestraft werden.» Nun komme es darauf an, die beabsichtigte Entlastung auch pragmatisch und im Interesse der Energiewenderegionen umzusetzen.

© dpa
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