Krankenkasse: Hamburger sind am gesündesten

Wo in Deutschland sind die Menschen am häufigsten krank? Woran leiden sie und um wen handelt es sich bei den Betroffenen? Ein neues Online-Tool der Barmer Krankenkasse gibt dazu jetzt einen bundesweiten Überblick.
Ein Stethoskop hängt um den Hals eines Arztes. © Soeren Stache/dpa-Zentralbild/ZB/Symbolbild

Hamburg ist laut Barmer Krankenkasse das gesündeste Bundesland Deutschlands. Mit 87 Prozent gemessen am Bundesdurchschnitt weist ein neues Online-Tool der Kasse für Hamburg die bundesweit niedrigste Krankheitslast aus, wie Barmer-Landesgeschäftsführerin Susanne Klein am Mittwoch bei der Vorstellung des «Morbiditäts- und Sozialatlas» sagte. Auch bei den Herzerkrankungen liege die Hansestadt mit 195 Erkrankungen je 1000 Einwohnern 24 Prozent unter dem Bundesdurchschnitt. «Hamburg hat vor Bremen die gesündesten Herzen», sagte sie.

Deutlich über dem Schnitt liegen die Hamburgerinnen und Hamburger dagegen beim Drogen- und Alkoholmissbrauch. «Mit über 22 Personen je 1000 Einwohner hat Hamburg 18 Prozent mehr Betroffene als der Bundesdurchschnitt.»

Dem «Morbiditäts- und Sozialatlas» des Barmer Instituts für Gesundheitssystemforschung liegen den Angaben zufolge die Daten der Barmer-Versicherten zugrunde, die dann unter Einbeziehung soziodemografischer Faktoren auf die Gesamtbevölkerung in Deutschland hochgerechnet wurden. Erfasst wurden bisher die Jahre 2018 bis 2020. Eine kontinuierliche Fortführung sei geplant. Der Atlas ist für alle im Internet frei zugänglich.

Unter Zuhilfenahme verschiedener Filter können den Angaben zufolge 35 Krankheitskategorien und Einzelkrankheiten geografisch getrennt und in Bezug auf verschiedene Personengruppen unter die Lupe genommen werden. So ermögliche der Atlas detaillierte Aussagen zu wichtigen Krankheiten, zeige regionale Unterschiede und stelle den Einfluss von Geschlecht, Alter, Einkommen, Bildung und Branche auf die Krankheitslast dar, sagte Klein.

In Hamburg zeigt sich beispielsweise, dass die Krankheitslast in der Gruppe der Sozialhilfeempfänger fast sechs Mal so hoch ist wie in der Gruppe der Selbstständigen. Der Atlas zeige deutlich: «Der Sozialstatus beeinflusst die Gesundheit und auch die Lebenserwartung der Menschen», sagte Klein.

So sind Menschen mit niedrigem Einkommen auch besonders häufig von Drogen- und Alkoholmissbrauch betroffen - der Schwerpunkt liegt hier in der Altersgruppe zwischen 60 und 69 Jahren; vor allem bei Männern. «Besonders besorgniserregend ist, dass schon unter den 12- bis 17-Jährigen bei jeweils rund drei Mädchen und Jungen je 1000 Einwohner Alkohol- oder Drogenmissbrauch diagnostiziert wurde», sagte Klein. In dieser Gruppe seien die Mädchen sogar etwas stärker betroffen.

© dpa
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