Walter würdigt Seeler: Tugenden des Idols aufleben lassen

Der HSV trauert um Uwe Seeler. Trainer Walter würdigt das Idol als «größten HSVer aller Zeiten». Der Spieler und Mensch Uwe Seeler soll der neuen Spieler-Generation beim HSV als Vorbild gelten.
Ein Foto von Uwe Seeler steht auf einer Staffelei neben dem Kondolenzbuch im Hamburger Rathaus. © Marcus Brandt/dpa

Auch HSV-Trainer Tim Walter hat Fußball-Idol Uwe Seeler als Spieler und Menschen gewürdigt. «Wir haben gestern den größten HSVer aller Zeiten verloren. Mein ganzes Mitleid gilt der Familie und seiner Ehefrau Ilka», sagte der 46-Jährige am Freitag in einer Pressekonferenz, bei der eigentlich das Punktspiel in der 2. Fußball-Bundesliga am Sonntag (13.30 Uhr/Sky) gegen Hansa Rostock Thema sein sollte. Durch Seelers Tod am Donnerstag im Alter von 85 Jahren rückte die Partie zunächst in den Hintergrund.

Es mache ihn traurig, «Uns Uwe» in seiner gut einjährigen Tätigkeit beim HSV nicht persönlich kennengelernt zu haben, sagte Walter mit stockender Stimme. Er habe aber einen Film über Seeler angeschaut. «Da hat man gesehen, was für ein Idol und was für ein Mensch er war.»  

Vor dem Heimspiel im Volksparkstadion wird es eine Schweigeminute geben. Die Hamburger spielen mit Trauerflor. Zudem soll ein Banner zu Ehren des langjährigen HSV-Torjägers und Präsidenten Seeler präsentiert werden.

Gegen Rostock gehe es darum, trotz aller Trauer zu versuchen, wie in Braunschweig (2:0) die Punkte zu holen. «Es wird in dieser Situation schwer, aber wir wollen trotzdem gewinnen. Klar ist aber, dass wir es mit Sicherheit nicht schaffen, seinem Erbe in einem Spiel gerecht zu werden», meinte der Coach. Er und seine Spieler müssten die Tugenden, «die uns Uwe Seeler über die ganzen Jahrzehnte beigebracht hat, wieder aufleben lassen. «Respekt voreinander, immer alles zu geben, Energie reinzulegen, freundlich zu sein und trotzdem Spaß zu haben und Ehrlichkeit zu verkörpern - dafür stehen auch meine Mannschaft und wir als neuer HSV», sagte Tim Walter.

Die Rostocker gehen mit gehörigem Respekt ins Nordderby. «Der HSV ist der Top-Favorit auf den Aufstieg. Uns erwartet ein aggressiver und fußballerisch guter Gegner», sagte Hansa-Trainer Jens Härtel. Hansa war mit einer 0:1-Heimniederlage gegen den 1. FC Heidenheim in die Saison gestartet. Hansa muss Mittelfeldakteur Sebastien Thill (Kapsel- und Bänderriss) ersetzen. Gegen Heidenheim hatte Haris Duljevic die Rolle des luxemburgischen Nationalspielers übernommen. Der am Donnerstag verpflichtete Ex-HSV-Profi Lukas Hinterseer wird an dessen einstiger Wirkungsstätte noch nicht dabei sein. «Er kann aber ein echter Gewinn werden. Er weiß, was ihn erwartet», sagte Härtel.

© dpa
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