HSV-Investor: Aufsichtsrat ohne Jansen, Neue im Vorstand

Investor Klaus-Michael Kühne hat neben der Ablösung von Aufsichtsratschef Marcell Jansen beim Fußball-Zweitligisten Hamburger SV die Einsetzung von zwei neuen Vorstandsmitgliedern ins Gespräch gebracht. «Der HSV benötigt aber auch einen führungsstarken Vorstandsvorsitzenden, der für Marketing und Außendarstellung verantwortlich ist, sowie einen Finanzchef. Bei der Bedeutung des Vereins wünsche ich mir eine Art Triumvirat», sagte Kühne in einem Interview dem «Hamburger Abendblatt» (Samstag).
Ein Spielball liegt auf dem Rasen. © Stuart Franklin/Getty Images Europe/Pool/dpa/Symbolbild

Seit dem Aus des früheren Vorstandsvorsitzenden Bernd Hoffmann im März 2020 ist der Chefposten in der Fußball-AG unbesetzt. Nachdem auch der im Januar kommissarisch eingesetzte Finanzvorstand Thomas Wüstefeld seinen Posten Ende September dieses Jahres geräumt hat, ist Sportvorstand Jonas Boldt alleiniges Führungsmitglied der HSV-Fußball-AG.

Boldt habe «gute Arbeit geleistet», sagte Kühne. «Ihm sollte man weiter eine Chance geben, wenn der Aufstieg gelingt.» Bevor der Vorstand aufgefüllt werden kann, muss ein anderes Gremium intakt sein. Kühne schlägt vor: «Deshalb müssen wir als Erstes den Aufsichtsrat festigen.» Jansens Aversion gegen ein Ratsmitglied sei dabei «ein Stück aus dem Tollhaus».

Vom Aufsichtsratsvorsitzenden Jansen ist Kühne enttäuscht. «Für das personelle Hickhack ist er verantwortlich, was sich auf den Verein negativ auswirkt. Ich wünsche mir neue Leute, die von außen kommen. Wir brauchen einen Neubeginn», sagte der 85 Jahre alte Milliardär, der 15,21 Prozent der Anteile der HSV-Anteile hält. Er hatte dem HSV vor Monaten die Investition von 120 Millionen Euro angeboten.

«Entscheidend sind die Vereinsmitglieder und die Fans. Da bin ich nicht immer beliebt, Teile halten mich für einen Kapitalisten und haben Angst, dass ich zu viel Einfluss nehme. Aber das will ich gar nicht», betonte der in der Schweiz lebende Hamburger. «Wenn ich Mittel in größerem Umfang bereitstelle, muss die Gesellschaft höher kapitalisiert werden, damit man in die Mannschaft investieren kann. Das können nur Leute vom Fach entscheiden.»

© dpa
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