Explosion in Männerwohnheim: Gebäude teils unbewohnbar

Plötzlich erschüttert eine Explosion eine Wohnunterkunft für Männer. Einer der Bewohner wird dabei lebensgefährlich verletzt. In seinem Zimmer war es offenbar zu dem Knall gekommen. Die Ursache ist bislang unklar - und sie wird es zunächst auch bleiben.
Eine Drehleiter der Feuerwehr beleuchtet die verrußte und beschädigte Fassade des Gebäudes. © Jonas Walzberg/dpa

Nach einer Explosion in einem Wohnheim für Bedürftige in Hamburg-Stellingen mit einem lebensgefährlich Verletzten hat nun das Landeskriminalamt die Ermittlungen übernommen, konnte aber den Brandort zunächst noch nicht betreten. «Der Statiker war da. Das primär betroffene Zimmer und angrenzende Räume sind nicht begehbar und der dazugehörende Block ist nicht bewohnbar», sagte ein Polizeisprecher am Freitag. Die Bereiche müssten deshalb zunächst gesichert werden, damit sie für die Ermittlungen betreten werden können. Die Ursache für die Explosion am Donnerstagabend war deshalb zunächst weiter unklar.

Der Unfall passierte Feuerwehrangaben zufolge im ersten Stock des fünfgeschossigen Gebäudes. Dabei war der 61 Jahre alte Bewohner des Zimmers, in dem es offenbar zu der Explosion gekommen war, lebensgefährlich verletzt worden. Er kam mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus, wegen seiner Brandverletzungen wurde er in einer Spezialklinik behandelt. «Es besteht weiterhin Lebensgefahr und sein Zustand ist kritisch», sagte der Polizeisprecher weiter. Fünf weitere Bewohner der Unterkunft erlitten den Angaben zufolge zudem oberflächliche Schnittverletzungen durch umherfliegende Trümmerteile und wurden ambulant behandelt.

Die Wucht der Explosion muss stark gewesen sein, wie ein Feuerwehrsprecher sagte. «Im Inneren sind deutliche Spuren einer massiven Explosion erkennbar», sagte der Einsatzleiter in der Nacht. Auf den Gängen lägen Trümmerberge. Auch die Fassade habe sich durch die Druckwelle verformt und nach außen gedrückt, hieß es. Etliche Fenster seien zersprungen. Durch die Explosion sei ein Feuer entstanden. Einsatzkräften der Feuerwehr gelang es, das Feuer schnell zu löschen. Polizei und Feuerwehr waren mit einem Großaufgebot vor Ort.

Polizeiangaben zufolge hatten die Einsatzkräfte rund 90 Menschen aus dem mutmaßlich einsturzgefährdeten Haus geholt und in Sicherheit gebracht. Sie waren zunächst in Bussen beziehungsweise in einer Notunterkunft des Bezirksamtes Mitte in St. Pauli untergebracht worden. Sie werden dort vom Deutschen Roten Kreuz DRK versorgt. Die ehrenamtlichen Helfer geben den Menschen Essen und Trinken und leisten bei Bedarf auch Erste Hilfe, wie das DRK dazu mitteilte.

Einem Polizeisprecher zufolge handelt es sich bei dem betroffenen Gebäude um eine Unterkunft für männliche Wohnungslose und Flüchtlinge. Ein Teil der Bewohner könne bereits wieder in die Unterkunft zurück. «Die nicht von der Explosion betroffenen Bereiche sind bewohnbar.» Förder&Wohnen kümmere sich darum, dass die Männer wieder in diese Zimmer kommen.

© dpa
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