Gasanschluss für LNG-Terminal in Brunsbüttel fast fertig

Schnelles Bauen in Deutschland geht doch. Schon in wenigen Tagen soll die Pipelineanbindung für das künftige schwimmende LNG-Terminal in Brunsbüttel fertig sein.
Arbeiter bauen Gas-Pipelines für den geplanten LNG-Flüssiggas-Schwimmterminal zusammen. © Marcus Brandt/dpa/Archivbild

Die Arbeiten zum Anschluss des künftigen Flüssiggasterminals (LNG) in Brunsbüttel an das schleswig-holsteinische Gasnetz stehen vor dem Abschluss. Energiewendeminister Tobias Goldschmidt (Grüne) verschaffte sich am Donnerstag mit dem Geschäftsführer von Gasunie Deutschland, Jens Schuhmann, und dem Vorstand von Schleswig-Holstein Netz, Stefan Strobl, einen Überblick auf der Baustelle. Derzeit werde eine rund drei Kilometer lange Gasleitung in das regionale Gasverteilnetz der Schleswig-Holstein Netz integriert, teilte das Ministerium mit.

Die Fertigstellung sei der letzte große Meilenstein, bevor das Flüssiggasschiff im Elbehafen festmacht und angeschlossen wird. Danach können rund 3,5 Milliarden Kubikmeter Flüssiggas pro Jahr angelandet werden.

In nur 2,5 Monaten sei es gelungen, das Projekt zu realisieren, lobte Goldschmidt. In einem beispiellosen Schulterschluss hätten Betreiber, Genehmigungsbehörden und Land die Leitung realisiert. «Nie da gewesene Krisen erfordern nie da gewesene Antworten. Wirtschaft und Behörden haben Handlungsfähigkeit bewiesen.» Innerhalb weniger Monate habe Schleswig-Holstein Netz die Gasleitung nach Brunsbüttel umgerüstet, damit die neue Gasunie-Leitung eingebunden werden könne, sagte Strobl.

Auch die vorbereitenden Arbeiten für die Verlegung der Leitung von Brunsbüttel nach Hetlingen (Kreis Pinneberg) kommen voran: Rund 1300 von insgesamt 3000 Rohren seien eingetroffen, teilte das Ministerium mit. Gebaut werden soll die rund 55 Kilometer lange Leitung bis Oktober 2023. Die Rohre seien für den zukünftigen Transport von Wasserstoff geeignet. «Wir bauen hier Infrastruktur im absoluten Rekordtempo. Dabei dürfen wir nicht vergessen, dass jetzt der Zeitpunkt ist, um wichtige Weichenstellungen für die Zukunft zu stellen», sagte Goldschmidt.

© dpa
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