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Diesel-Fahrverbote in Hamburg aufgehoben: Weniger Stickoxid

Die Stickoxid-Belastung der Hamburger Luft ist in den vergangenen Jahren geringer geworden. Darum dürfen auch ältere Dieselfahrzeuge wieder durch zwei Straßen in Altona fahren. Sind die Autos sauberer geworden?
Aufhebung Dieseldurchfahrtsbeschränkungen
Innensenator Andy Grote (l) und Umweltsenator Jens Kerstan demontieren ein Schild. © Marcus Brandt/dpa

Nach mehr als fünf Jahren hat Hamburg die Fahrverbote für ältere Dieselfahrzeuge in zwei Straßen der Stadt wieder aufgehoben. Die Verbotsschilder an der Max-Brauer-Allee und der Stresemannstraße in Altona wurden am Mittwoch abmontiert. Hamburg hatte Ende Mai 2018 als bundesweit erste Stadt Dieselfahrverbote wegen zu hohen Messwerten bei Stickstoffdioxid (NO2) verhängt. Sie galten für zwei Abschnitte der beiden vielbefahrenen Straßen - auf dem einen allerdings nur für Lastwagen - und betrafen alle Diesel, die nicht mindestens die Abgasnorm Euro-6 erfüllen. Zum einen war dies ein 580 Meter langer Teil der Max-Brauer-Allee, zum anderen für Lkw ein rund 1,6 Kilometer langer Abschnitt der Stresemannstraße.

Die Luftqualität in Hamburg habe sich im Lauf der vergangenen Jahre dermaßen verbessert, dass keine neuen verkehrsbeschränkenden Maßnahmen ergriffen werden müssten, erklärte Umweltsenator Jens Kerstan (Grüne). Innensenator Andy Grote (SPD) sagte laut einer Pressemitteilung: «Es kommt nicht jeden Tag vor, dass Beschränkungen zurückgenommen werden und wahrscheinlich hätte auch in diesem Fall nicht jeder damit gerechnet.» Die Polizei, die für die Überwachung der Verbote zuständig war, freue sich über die Aufhebung. Sie könne sich jetzt auf andere Aufgaben konzentrieren, sagte Grote.

Dem Hamburger Luftmessnetz zufolge wurden an der Max-Brauer-Allee und an der Stresemannstraße weder in den Jahren 2021 und 2022 noch in diesem Jahr die Grenzwerte für Stickoxide von 40 Mikrogramm je Kubikmeter Luft überschritten.

2017 hatte Hamburg nach Daten des Umweltbundesamts mit einer Belastung von 58 Mikrogramm Stickoxiden je Kubikmeter Luft auf Platz fünf der Städte mit schlechter Luftqualität in Deutschland gelegen. Stickoxide gelten als Ursache für Atemwegs- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Der Verkehr, darunter vor allem Dieselautos, macht in Städten nach Angaben des Umweltbundesamts mehr als 60 Prozent der Stickoxid-Belastung aus.

Die Zahl der in Hamburg zugelassenen Pkw ist unterdessen gewachsen und zwar von rund 781.000 im April 2018 auf knapp 808.000 im Juni 2023. Im selben Zeitraum nahm die Zahl der lokal emissionsfreien Autos mit reinem Batterieantrieb von gut 1900 auf 24.700 zu, wie aus Angaben des Senats hervorgeht.

© dpa
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