23 Jahre nach Hilals Verschwinden: Volkspark-Fläche gerodet

Der Fall des verschwundenen Mädchens Hilal beschäftigt die Hamburger Polizei seit mehr als 20 Jahren. Im Juli gab es einen tagelange Suchaktion am nördlichen Stadtrand, am Donnerstag war die Polizei im Volkspark im Einsatz. Grund dafür waren private Hinweise.
Flatterband der Polizei ist bei der Suche nach Spuren von Hilal zur Markierung über den Waldboden gespannt. © Jonas Walzberg/dpa/Archivbild

Auf der Suche nach Beweisen zum Verschwinden der damals zehn Jahre alten Hilal vor 23 Jahren ist ein Teil des Hamburger Volksparkes in den Fokus von Polizei und Staatsanwaltschaft gerückt. «Gestern haben Rodungen im Volkspark begonnen, weil Staatsanwaltschaft und Polizei aufgrund von privaten Hinweisen ein dort gelegenes Geländestück daraufhin überprüfen, ob Anlass für weitere Untersuchungen des Bodens besteht», sagte Oberstaatsanwältin Liddy Oechtering am Freitag der Deutschen Presse-Agentur.

Bei der Aktion am Donnerstag war es zunächst noch nicht um verwertbare Beweise oder Spuren gegangen. «Gesucht wird dort derzeit aber noch nicht. Es wird lediglich das Gelände so freigeräumt, dass der Boden in Augenschein genommen werden kann», sagte Oechtering weiter. Dabei soll geschaut werden, ob dort Beweismittel gewonnen oder aufgefunden werden können. Wann und wie es auf dem Gelände weitergeht, werde im Anschluss daran geprüft. Zuvor hatte die «Bild»-Zeitung darüber berichtet.

Erst im Juli waren am nördlichen Stadtrand von Hamburg ein Waldstück und ein Gewässer durchsucht worden, nachdem bei der üblichen Auswertung alter Akten Hinweise auf das Waldstück im schleswig-holsteinischen Norderstedt (Kreis Segeberg) aufgetaucht waren.

Der Norddeutsche Rundfunk hat im September Dokuserie «Wo ist Hilal?» veröffentlicht, die Hilals Familie bei der Suche nach Beweisen und neuen Spuren begleitet. Dabei war auch von dem jetzt gerodeten Grundstück die Rede. Weil dort Spürhunde angeschlagen hatten, waren die privaten Ermittler davon ausgegangen, dass dort menschliche Knochen liegen könnten.

Seit dem 27. Januar 1999 wird das damals zehnjährige türkische Mädchen vermisst. Hilal hatte an jenem Tag ein gutes Halbjahreszeugnis nach Hause gebracht. Der Vater erlaubte der Tochter, sich Süßigkeiten im benachbarten Einkaufszentrum «Elbgaupassage» zu kaufen. Seitdem ist Hilal verschwunden.

© dpa
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