KVSH rechnet nicht mit weniger Bürgertests im Norden

Bürgertests sind nicht mehr für alle kostenlos. Mit einem Rückgang der Tests rechnet die Kassenärztliche Vereinigung dennoch nicht. Letztlich könne jeder eine Ausnahme geltend machen, sagt deren Vorstandsvorsitzende Schliffke.
Ein Mitarbeiter hält ein Abstrichstäbchen für einen Corona-Test in den Händen. © Sebastian Gollnow/dpa/Symbolbild

Die Kassenärztliche Vereinigung Schleswig-Holstein (KVSH) hat die neue Verordnung für Bürgertests scharf kritisiert. «Wir gehen nicht davon aus, dass die Testmenge zurückgeht, weil die Anspruchsberechtigung, ein Ausnahmefall zu sein, letztlich von jedem Bürger geltend gemacht werden kann», sagte die KVSH-Vorstandsvorsitzende Monika Schliffke der Deutschen Presse-Agentur. «Die Testverordnung des Bundes ist intransparent, nicht vermittelbar und öffnet Manipulationen Tür und Tor.»

Der Bund hatte entschieden, dass es ab Ende Juni keine kostenlosen Bürgertests in Teststellen und Apotheken mehr für alle geben soll. Gratis bleiben die Schnelltests nur für bestimmte Risikogruppen - in der Regel werden von diesem Donnerstag an aber je drei Euro aus eigener Tasche fällig. Die Regelung soll Milliardenkosten für den Bund reduzieren, der die Tests bisher komplett finanziert hat. Die Länder können den Drei-Euro-Bürgeranteil übernehmen, wenn sie sich dazu entscheiden. Schleswig-Holstein will das nicht tun.

Im Juni wurden laut Kassenärztlicher Bundesvereinigung in Schleswig-Holstein bislang bereits knapp 1,5 Millionen Bürgertests gemeldet, nach knapp 2,4 Millionen im Mai. Die Kosten gab der Verband mit rund 17 Millionen Euro für Juni und 27,3 Millionen für Mai an.

© dpa
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