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ADFC kritisiert Transporter auf Radwegen: Wachstum erwartet

Auch Fahrradkuriere sind längst nicht mehr nur mit Muskelkraft unterwegs. Die Unterstützung durch E-Motoren erlaubt den Transport von deutlich größeren Lasten. Der Fahrradclub ADFC sieht den Güterverkehr auf Radwegen kritisch.
E-Transporter auf Radwegen
Ein Elektro-Lastenrad und ein Radfahrer begegnen sich auf einem Radweg in Hamburg-Altona. © Christian Charisius/dpa

Angesichts von zunehmenden Einschränkungen für Autos in den Innenstädten setzen Logistikunternehmen zunehmend auf Elektro-Lastenfahrräder. Die Cargo-Bikes können bis zu 250 Kilo in ihren Containern, Pick-ups oder Anhängern transportieren - das ist in etwa die Ladefähigkeit eines geräumigen Pkw - und dürfen Radwege nutzen. Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) sieht das kritisch. «Die Elektro-Transporter haben nach meinem Verständnis auf den Radwegen nichts verloren», sagte der Pressesprecher des Hamburger ADFC-Landesverbands, Dirk Lau.

Die Stadt fördere die E-Mobilität, aber die Infrastruktur passe nicht dazu. Die Radwege, auch die neu gebauten, seien für die Cargo-Bikes zu schmal. «Das wird immer mehr zum Problem», sagte Lau. «Wir brauchen mehr Platz.» Der ADFC-Sprecher plädierte dafür, mehr Stellflächen für Autos in Radwege umzuwandeln.

Die Hamburger Verkehrsbehörde unterstützt die neue Form des Gütertransports: «Vor dem Hintergrund des Klimaschutzes und der Mobilitätswende halten wir es für ausgesprochen sinnvoll und begrüßenswert, wenn Logistikunternehmen vermehrt für die letzte Meile auf elektrisch betriebene Lastenräder setzen», erklärte Behördensprecher Dennis Heinert. In der Straßenverkehrsordnung sei geregelt, dass die bis zu 25 Kilometer pro Stunde schnellen Lastenräder die klassische Radinfrastruktur mitnutzten.

Schrittweise sollen die Hamburger Radwege dafür ausgebaut werden. «Die Breite von Radwegen zu erhöhen ist ein kontinuierlicher Bestandteil zur Förderung der Mobilitätswende», so Heinert. Das diene sowohl der Verkehrssicherheit als auch dem Fahrkomfort für Radfahrer, um beispielsweise Überholmöglichkeiten zu schaffen.

Der Radlogistikverband Deutschland hat einen Verhaltenskodex für seine Mitglieder herausgegeben. Darin heißt es: «Unsere Fahrräder sind (...) deutlich größer als klassische Fahrräder. Bei unbedachter Fahrweise können sie insbesondere schwächere Verkehrsteilnehmer*innen verunsichern, behindern oder gar gefährden.» Darum sollen die Cargobiker besonders rücksichtsvoll fahren. Der Verband erwartet laut seinem aktuellen Branchenbericht in den nächsten fünf Jahren ein Wachstum von 30 Prozent pro Jahr. Der Bestand an gewerblich genutzten Lastenrädern und Anhängern in Deutschland liege bei mindestens 100.000 Stück, erklärte Verbandschef Tom Assmann.

© dpa
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