Ex-Profi Meggle kritisiert Fan-Gewalt

Das Zweitliga-Nordduell zwischen dem FC St. Pauli und Hansa Rostock ist ein Hochrisikospiel. Thomas Meggle spielte für beide Clubs. Verständnis für Gewaltausbrüche von Fans hat er nicht.
Thomas Meggle, der damalige Cheftrainer des FC St. Pauli, spricht auf einer Pressekonferenz. © Daniel Reinhardt/dpa/Archiv

Der frühere Fußball-Profi Thomas Meggle hat kein Verständnis für mögliche Gewaltausbrüche einzelner Fans rund um das Spiel seiner Ex-Clubs FC St. Pauli und FC Hansa Rostock. «Die Rivalität sollte immer eine Grenze haben, und das ist die Gewaltgrenze», sagte der 48-Jährige der Deutschen Presse-Agentur vor dem brisanten Zweitliga-Duell beider Clubs am Sonntag (13.30 Uhr/Sky). Die Partie gilt bei der Polizei als Hochrisikospiel.

«Wenn ein riesiges Polizeiaufgebot notwendig ist, dann ist das für mich total befremdlich. Ich möchte mir ein Fußballspiel angucken. Die Rivalität gehört dazu, aber sie sollte immer im Bereich des Gewaltfreien sein», fügte Meggle hinzu, der mittlerweile als einer von mehreren Investoren beim schottischen Drittligisten Dunfermline Athletic FC wirkt.

Am vergangenen Wochenende hatten mehrere Personen rund um das Spiel gegen Darmstadt 98 (0:1) etwa Shuttlebusse, in denen Gäste-Anhänger saßen, mit Steinen beworfen. Zudem war ein Fan-Zug der Darmstädter auf der Rückfahrt von unbekannten Tätern ebenfalls mit Steinen mehrmals attackiert worden. Meggle vermutet gesellschaftliche Probleme hinter derartigen Gewaltausbrüchen.

Sportlich sieht Meggle, der 184 Partien für St. Pauli absolvierte und drei Jahre für die Rostocker auflief, für beide Teams viele Chancen in der Liga, weil es in der Tabelle eng zugeht. Die Hamburger belegen mit 29 Punkten den achten Rang, Rostock steht auf Platz zwölf (24). Der Tabellenletzte SV Sandhausen hat 19 Zähler.

Meggle freut sich, dass sich die sportliche Situation des nach der Hinrunde noch abstiegsbedrohten FC St. Pauli entspannt hat: «Vier Siege in vier Spielen, das ist natürlich schon etwas Außergewöhnliches, dass man nach einer Trainerentlassung so gut in das Jahr startet. Das war nicht unbedingt zu erwarten», sagte Meggle, der 2014 für drei Monate Trainer und anschließend bis November 2016 sportlicher Leiter des FC St. Pauli war.

© dpa
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